Montag, 16. Juni 2025    Radtour bis Mühldorf und Zugfahrt nach Fürstenfeldbruck

Waldkraiburg - Mühldorf am Inn:  16 km + 5 km Strecke Maisach nach FFB

Rad Gesamtstrecke: 2336 Kilometer mit 18890 Höhenmeter



Die Tour Palermo nach Fürstenfeldbruck endet heute. Christiane und Helmut radeln noch 16 km nach Mühldorf am Inn und nehmen von dort den Zug nach München. 
Helmut freut sich sehr,  dass die Tour von 2336 Kilometer unfallfrei ablief und dankt René für die lange Begleitung bis Arezzo, die leider an diesem Ort für meinen Freund ein abruptes Ende fand. Auch an Christiane einen herzlichen Dank, dass sie mich von Innsbruck bis Mühldorf auf dem Innradweg begleitet hat und mein Hobby der langen Radtouren unterstützt.
Liebe Blogleser, René und Helmut haben viel Zeit investiert für die Erstellung des Reiseberichts und danken euch sehr für euer Interesse (1400 Blogaufrufe!) - habt noch eine schöne Zeit ! 




Zugfahrt von Mühldorf nach München





Sonntag, 15. Juni 2025    31. Radltag

Flintsbach - Waldkraiburg:  85 km, 390 hm

Übernachtung in der Unterkunft: "City Hotel" 

Wetter:  31 Grad, sonnig,  19 km/h  Nordwestwind



Wir starten nach einem opulenten Frühstück in Flintsbach. Es ist starker Wind angesagt. Unser Motto heute ist: Wind ist nur von vorne blöd.
Deshalb geht es in Windeseile auf dem Innradweg weiter. 
Direkt am Radweg passieren wir einen schönen sauberen Badesee, den Neubeuerer See. Das können wir natürlich nicht auslassen und springen in die Fluten.
Wir treffen eine Radlgruppe von älteren Einheimischen. Sie klären uns auf, dass der Wind hier regelmäßig am Vormittag von Nordwesten weht und mittags dreht. Das ist die Aufforderung zum Aufbruch. 
Der Innradweg wird nun nach und nach langweiliger. Der Fluss fließt grau in grau dahin. Im  Kiesweg auf der Dammkrone schwimmen unsere Räder und es ist sehr heiß, da jeglicher Schatten fehlt. Wir wechseln vom Radweg auf eine schmale geteerte Strasse. Rechts fließt der Hammerbach, der vor einigen Jahren renaturiert wurde und von vielen kleinen weißen Blüten bewachsen ist. Viele dunkelblaue Libellen haben hier einen Lebensraum gefunden. 
Und wir passieren den nächsten Badesee (den Waldsee). Es ist mittlerweile sehr heiß geworden und wir freuen uns über eine Abkühlung.
Am benachbarten Fluss springen die Jugendlichen von der Brücke mit und ohne Salto ins Wasser. Andere lassen sich im Wasser treiben und gehen nach ein paar hundert Meter wieder an Land.
Unsere nächste Station ist Rosenheim, die durch Film und Fernsehen weit über ihre Grenzen hinaus bekannt geworden ist. Wir treffen allerdings keine Rosenheimcops sondern gönnen uns in der Innenstadt ein Weißwurstfrühstück. 
Ab hier zeigt sich unsere Radstrecke von ihrer abwechslungsreichen Seite. Es geht steil hinauf zum Kloster Attel, das eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung beherbergt. Der Biergarten ist geöffnet und eine mittelalterliche Folkband spielt mit Dudelsack, Geige, Gitarre und Percussion für die Besucher.
Als nächstes kommen wir durch Wasserburg mit seiner 1000 Jahre alten Stadtmauer und den bunt bemalten Häusern in der Altstadt. Die Stadt wird von drei Seiten vom Inn umschlossen. Überall sitzen die Leute am Wasser.
Von dort geht es am Hochufer des Inns nun steil rauf und runter. Wir passen auf, dass wir nicht versehentlich ins Rutschen kommen und die hohe Böschung hinunterdriften. 
Die letzten 10 km fahren wir auf der Straße zu unserem heutigen Ziel: Waldkraiburg.
Donner setzt ein und einige Regentropfen fallen...


6 Km: der Neubeuerer See lädt zum Schwimmen ein (Foto oben und unten)




20 km Rosenheim: Besuch der Innenstadt (Foto oben und unten)



Christiane genießt die Weißwurst


weiter gehts auf der Deichkrone, 
vorbei an Pflanzen-und Insektenparadiese


40 km: der Waldsee lädt ebenfalls zur Abkühlung ein


jugendliche Künstler beim Saltosprung ins Wasser


Hammerbach mit weißen Blüten und klarem Wasser


Attel: Gruppe Neumentroll mit Mittelalter Folk


Wasserburg am Inn und Stadtmauerreste


Wasserburger Innenstadt


Kartenansicht von Wasserburg


Wasserburger Rathaus und Trinkpause für Christiane und Helmut


Kunst am Innradweg


Monument: jedem Gläubigen sein Gebet


Getreidefeld mit vielen Kornblumen
(leider nicht gut zu erkennen)


...das war ein heftiges Teilstück des Innradweges
mit steilen Wegen auf Waldboden


Samstag, 14. Juni 2025    30. Radltag

Innsbruck - Flintsbach:  104 km, 190 hm

Übernachtung in der Unterkunft: "Gasthof Falkenstein" 

Wetter:  31 Grad, sonnig,  9 km/h  Nordwind



Helmut startet nun den letzten Teil der Reise zusammen mit Christiane von Innsbruck aus. Die Route führt am Fluß Inn entlang. Christiane ist überrascht, wie locker sich die „Bergüberquerung“ anlässt. Der Inn hat sich über Jahrtausende ein Flussbett im Tal geschaffen, wo er sich nach und nach zwischen den Bergen hindurchwälzt. Deshalb führt auch die Zugstrecke und die Autobahn durch dieses Tal. Die Radstrecke ist daher flach und sogar meistens geteert. 
Viele Rennradfahrer radeln an uns vorbei. Wir begegnen Tourenfahrern und E-Bikern.
Christiane fährt mit ihrem Trekkingrad mit leichten Gepäcktaschen ohne Elektromotor.
Nach 20 km gibt es das zweite Frühstück mit Butterbreze und Latte Macchiato. Auch der Magen und die Muskeln wollen aufgeladen werden. Der heutige Radweg führt vorbei an majestätischen, teilweise noch schneeweißen  Berggipfeln, die wir ehrfürchtig von unten bestaunen. 
Der Imbisswagen Schockers Snack in Kundl bietet eine Art Hot Dog nach Dönerart an, was wir auch nicht auslassen können. Die Inhaberin bietet auch holländische Gerichte an. Ihr Vater ist Niederländer, die Mutter Tirolerin. Mit dem Imbisswagen hat sie sich einen Traum erfüllt. Sie ist Köchin, Bedienung und Kassiererin in einer Person.
Schließlich kommen wir noch an einem Hofladen kurz vor Dornau mit Selbstbedienung vorbei. Hier gibt es Brot, Schinken und Käse aus Eigenproduktion. Man kann sogar mit Karte zahlen. Wir essen Joghurt und ein Bauernhofeis. 
Inzwischen ist das Tal weitläufig, so dass wir etwas mehr vom Gegenwind aufgehalten werden.  In Deutschland kaufen wir in Kiefersfelden noch etwas Obst ein und legen die letzten Kilometer bis zu unserem Hotel in Flintsbach zurück.  Auch hier gibt es im Biergarten noch etwas Gutes zu Essen.
Merkt ihr was ? Heute schreiben wir viel übers Essen und Trinken! Darauf legt Christiane viel Wert… ! Vermutlich hätte sie sonst auch bei der Distanz über 100 km ohne Batterieunterstützung früher schlapp gemacht :-)) Helmut profitiert auch von den geringen Steigungen bzw. vom Gefälle des Innradweges und wechselt erst nach 88 km seine Batterie (das hat es auf seiner ganzen Tour noch nicht gegeben !).


der Innradweg wechselt oft seine Flußseite


Gymnasium in der Gemeinde Volders


teilweise führt der Innradweg auch an der Zugstrecke entlang


Christiane und Helmut haben gut Lachen ...
es ist heute eine einfache Radstrecke


schon wieder geht´s über eine Innbrücke ...
diesmal steht dort ein Hochzeitspaar mit Fototermin


Kunst und Bikestop : 
hier gibt es Werkzeuge und Ersatzteile für Radler


Mittelschule Rattenberg


Hofladen vor Dornau


vor Kufstein Staustufe und Energiegewinnung


Festung Kufstein


deutsche Grenze zwischen Kiefersfelden und Kufstein-
vom Innradweg kaum zu erkennen


Niederaudorf: Kapelle und Friedhof neben Brunnen im Kreisverkehr


Tata - wir sind im Musikzimmer unseres Hotels angekommen


Freitag, 13. Juni 2025    

Igls - Innsbruck:  6,5 km

Übernachtung in der Unterkunft: "Hotel Zach" 

Wetter:  33 Grad, sonnig

Heute hat Helmut die unglaubliche Entfernung von 6,5 km zurückgelegt ... und das bergab mit -290 hm! Grund dieses Umzugs ist die Buchung  eines neuen Quartiers in der Nähe des Innsbrucker Hauptbahnhofs, wo Christiane heute mit dem Zug um 14:10 Uhr eintrifft. Wir schlendern  durch die Innenstadt, schauen uns einige Sehenswürdigkeiten an und besichtigen den Dom St. Jakob, wo wir mit einer Pilgergruppe Lieder singen.
Es gibt viel zu erzählen - Helmut und Christiane haben sich 6 Wochen nicht gesehen. 
Wie die Radreise fortgesetzt wird, erfahren die Blogleser in den nächsten Tagen :-)



Innsbrucks fotogene Seite mit bunten Häusern am Inn


Fußgängerzone (Foto oben und unten)




Dom St. Jakob



Christiane ist wieder da!!


Donnerstag, 12. Juni 2025    29. Radltag

Klausen - Brenner - Igls:  95 km, 1300 hm

Übernachtung in der Unterkunft: "Sporthotel Igls" 

Wetter:  31 Grad, sonnig, 11-15 km/h Südwest- später Nordwest Wind

Palermo nach Igls: 2119 km, 18260 hm



8:30 Uhr geht’s los ! Das Hotel bietet ein tolles Frühstück an, Helmut nimmt sich jedoch nicht die Zeit, die dieses vielseitige Angebot verlangt hätte! Egal, die Piste wartet und deshalb gibt es nur ein Schmalspurfrühstück, da es auf den knappen 100 Kilometern mit 1300 Höhenmetern einige Überraschungen geben kann…
Was Helmut gestern im Blog vergessen hat zu erwähnen, ist die markante Sprachgrenze in Südtirol. Der Obstverkäufer aus der Nähe von Bozen begrüßte mich auf deutsch mit den Worten: 
„nun haben sie ja die Sprachgrenze überschritten“! Und tatsächlich, nördlich von Bozen hört Helmut fast ausschließlich Unterhaltungen in deutscher Sprache.
Doch nun zurück zum heutigen Tag:
Beide Batterien sind geladen und überprüft, dass sie geladen sind :-)) . 
Die Route führt durchs Zentrum von Klausen, wo Marktstände aufgebaut sind. Der Ort ist relativ klein und schwuppdiwupp ist Helmut schon am Fluß Isarco. Isarco? Das ist der italienische Name für den Fluß Eisack! Die Wegbezeichnung EV 7 ist offenbar auch verschwunden - dafür taucht der neue Begriff „MV“ für München-Venedig auf. Egal, das kann man später noch recherchieren.
Fest steht für Helmut, dass er heute bis (fast) nach Innsbruck möchte und die größte Höhe von der ganzen Tour Palermo-München überwinden muss. Schafft er das mit den beiden Akkus ? 
Wir werden es sehen… er möchte jedoch auch nicht total kaputt am Brenner ankommen.
Lange Rede kurzer Sinn bzw. große Motorunterstützung und wenig Anstrengung oder schwache Motorunterstützung und große Anstrengung für den Radler. Das sind Probleme, oder? Da kann ein passionierter Rennradler nur drüber lachen…! Aber Helmut möchte „Körner“ sparen, da München noch nicht erreicht ist! 
Er entscheidet sich auf der für ihn anspruchsvollen Tagesetappe mit mindestens 35 kg Gepäck für ein Nachladen der Batterie nach 40 km Geländefahrt. Da bietet sich um 12 Uhr die Konditorei Walcher in dem Ort Stilfes an. Bei einer Nussecke als zweites Frühstück kann man nicht bleiben, also gibt es noch ein Croissant dazu und ein Latte Macchiato als Getränk. In Ruhe liest Helmut die Tageszeitung auf seinem Tablet und schon ist es 13 Uhr.  Nun wird’s Zeit für die Weiterfahrt !
Helmut ist überrascht, dass die Steigung zum Brenner sehr moderat ausfällt, nur einige Passagen des internationalen Radweges sind über 8 % Anstieg. Das Eisacktal hat sich weit ausgedehnt, sodass es genügend Platz gibt für alle Fortbewegungsmittel.
… und schon taucht der Brenner am Horizont auf, ebenfalls der Rangierbahnhof für Züge und natürlich die Fahrbahnzuweisung vor der Grenze für LKWs und PKWs.
Es gibt für Helmut zwei Belohnungen: das Eis für den geschafften Anstieg und den frischgepressten Orangensaft für den 2 monatigen unfallfreien Aufenthalt in Italien!!
Die Radstrecke in Österreich von der Grenze bis zum heutigen Ziel hat ein angenehmes Gefälle aber weist auch kurze heftige Steigungen auf! Die Akkus halten durch und Helmut auch!
Ein interessanter Radltag geht langsam zu Ende!



Marktplatz von Klausen


Kunst in Klausen: endlich hat Helmut eine Idee für die Verwendung 
der Laufräder aus der ehrenamtlichen Fahrradwerkstatt in FFB


weiter geht die Reise entlang des Flusses Isarco / Eisack


Zentrum von Brixen


 Franzensfeste: aufgestauter Fluß Eisack


Franzenfeste


zwischen Freienfeld und Franzenfeste auf einer Bank mit Aussicht:
Helmut trifft die Radreisenden Anke und Steffen aus Thüringen.
Sie befinden sich auf dem Weg von München nach Venedig


südlich von Sterzing: der Radweg MV schlängelt sich durchs hügelige Gelände 


bei Pfulters: tolle Aussicht auf umliegende Berge


Sterzing: Fußgängerzone ohne Fußgänger :-) 


Anhöhe bei Novale di Sopra (gemähtes Gras zum Trocknen im Vordergrund)
1060 m Höhe sind erreicht,  weitere 300 Höhenmeter fehlen noch bis zum Brenner  :-)


Gossensaß: imposantes Gebäude (Hotel Gudrun)
Gudrun, ist das dein Hotel?


Brenner: ENDLICH! 1380 m Höhe sind erreicht... 
und somit die Grenze zwischen Österreich und Italien


... dafür gibt's natürlich eine Belohnung!


Puig am Fluß Sill (Österreich):  auf dem Brenner trifft Helmut ein österreichisches Paar. 
Wir radeln einige Kilometer zusammen auf  dem 
Radweg München-Venedig (MV)


bei Ellbögen: Radweg MV führt am Berghang entlang 
gegenüber der Innsbruck-Brenner Autobahn (Foto oben und unten)



ca 18 Uhr erreicht Helmut das Hotel 
(dieses Rad aus den 50er Jahren steht neben der Rezeption)


Mittwoch, 11. Juni 2025    28. Radltag

Trento - Klausen (Chiusa): 91 km, 470 hm

Übernachtung in der Unterkunft: "Goldener Adler B&B" 

Wetter:  30 Grad, sonnig, 9 km/h Südwestwind

Heute geht’s erst 9:30 Uhr auf den EV7 , weil noch Einiges organisiert werden muss.
Helmut ist begeistert über den schönen Verlauf des Fernradweges. Ungefähr 60 Kilometer führt der Etsch Radweg durch ein breites Tal mit faszinierender Landschaft. Bei Bozen zweigt die Etsch nach Westen ab , sodass der Radweg  zum Brenner nun an der Eisack entlang geführt wird.
Helmut hat ein Hotel in Klausen gebucht und wird weitere 30 Kilometer diesem Wildwasserfluß folgen. Das Tal wird deutlich enger, links und rechts ragen hohe Berge auf, weshalb nicht nur die Autos sondern auch die Fahrräder durch einige Tunnel geführt werden. 
Der EV7 verläuft auf einer alten Bahntrasse, die bis 2007 von der Brennerbahn genutzt wurde. 1867 war es eine Meisterleistung in der Errichtung dieser Zugstrecke, nicht zuletzt deshalb, weil sich dieses Bauwerk sehr geschmeidig in die Landschaft einfügt und Innsbruck mit Bozen verbindet. Die Infotafel erklärt, dass dadurch der Fremdenverkehr und die Wirtschaft in Südtirol angekurbelt wurde.
Die aktuelle Bahntrasse ist nur an einigen Stellen zu sehen, da sie oft im Bergmassiv verschwindet.
Aber zurück zu Helmuts Tagestour. Die Überraschung war groß, als er beim Wechsel der Batterie entdeckt, dass die zweite Batterie aus der Packtasche ebenfalls leer war :-))
Ganz schön schusselig, aber halb so schlimm, weil eine Firma in der Nähe eine Steckdose zum Batterieladen bereitstellt und dazu noch zur Überbrückung der Zeit die Kantine ein Essen für Helmut parat hat !


Blick auf den Ort Nave San Rocco (an der Etsch)


Ziegen und Schafe am Deich


sogenannter Bike Grill bzw Fahrradkiosk bei Cadino an EV 7


heute sind wieder viele Radler unterwegs...


dieser Fahrsicherheitsfirma  hat Helmut einen Besuch abgestattet,
weil die erste Batterie leer war und leider auch die zweite Batterie gestern vergessen wurde aufzuladen. 
==> Strom  zum Aufladen  und  Essen in der Kantine war vorhanden, also alles halb so wild!


Bozen kündigt sich mit den ersten Häusern an


bei Bozen fließt die Eisack in die Etsch-
der EV7 führt jetzt bis zum Brenner an der Eisack entlang,
die Etsch zweigt nach Westen zum Reschenpass ab


großes Lob an die Italiener für den Ausbau des Etsch und Eisack EV7 Radweges!
Autos und Fahrräder sind gut getrennt worden...


der Aufwand muss immens gewesen sein, die Räder sicher durch die Städte zu führen


hier allerdings werden Tunnel einer ehemaligen Bahntrasse genutzt
(Foto oben und unten)



das Eisack Tal wird enger- "friedliches Miteinander" 
für Autos, Fahrräder, Bahn und Fluß


Helmut genießt das wilde Rauschen des Flusses und die tolle Landschaft-
schade, dass Rene diesen EV 7 Radweg nicht miterlebt!


alte Eisenbahnbrücke und jetziger EV7 Radweg 

Dienstag, 10. Juni 2025    27. Radltag

Peschiera  - Trento: 100 km, 520 hm

Übernachtung in der Unterkunft: "B&B Trento Nord" 

Wetter:  28 Grad, sonnig, 7 km/h Südwestwind



Was für ein erholsamer Tag war es gestern am Gardasee! Der heutige Tag beginnt mit einem Frühstück, das keine Wünsche offen lässt!  Kurz nach 8 Uhr gehts dann für Helmut auf die Piste ein Stück am östlichen Seeufer entlang, bis der EV7 nach Nordosten abbiegt, um das Gebirgsmassiv zu umfahren. Monte Baldo als höchster Berg am Gardasee ist im Morgendunst nur schemenhaft zu erkennen. Bald erreicht der EV7 in Höhe von Rivoli Veronese die Etsch (italienisch Adige genannt), und führt im Zickzack-Kurs durch unzählige Weinanbauflächen und Obstgärten an Mori und Rovereto vorbei. Parallel zur Etsch ist zeitweise auch ein Kanal (Canale Biffis) mit seinem Seitenweg als EV7 ausgewiesen. Die Streckenführung ist so interessant gestaltet, dass die Radkilometer kaum merkbar vorbeisausen - ähnlich dem zur Mittagszeit stärker werdenden Radverkehr. Helmut ist froh, dass er wenig Autokontakt an diesem Tag hat, doch unkonzentriert dahinradeln darf man nicht. Am frühen Nachmittag werden auch die Rennradler aktiver, die oft keine Klingel an ihren Rädern haben. Der nur geringfügig ansteigende EV7 Weg nach Trient / Trento und der schiebende Südwestwind erlaubt kräfte- und batteriesparende Geschwindigkeiten und ermöglicht einige Pausen an speziell für Radler eingerichteten Kiosken entlang der Strecke.
Helmut erreicht Trento um 16 Uhr, besichtigt den Dom und das Zentrum und radelt danach noch 5 Kilometer zu der gebuchten Unterkunft im Norden der Stadt. Dort wird eingekauft, geduscht, gegessen und Blogpflege betrieben.


Gardasee: herrlicher Sonnenuntergang am Montagabend


die Spatzen finden das Frühstück auch sehr lecker!


Cavaion Veronese


erster Kontakt mit der Etsch


der Kanal Biffi verläuft etliche Kilometer parallel zur Etsch-
allerdings 50 -100 Meter höher. Ab und zu "verschwindet"der Kanal im Bergmassivtunnel


Kloster? auf der Rückseite des Monte Baldo


geschmücktes Rad vor einem Geschäft


Mama di Sotto


eine kurze Strecke führt der Etsch EV7 Radweg direkt neben der Autobahn


erste Pause nach 47 km  : es gibt Limonenkuchen!


dieser Landwirt erzählt Helmut, dass er im Jahr 2000 in Immenstadt wohnte


schnurgerade Radstrecke parallel zur Nationalstrasse vor Pilcante


Blick auf ein Bergdorf namens Casette


nachmittags nimmt der Radverkehr zu 


das ist Sebastian- er startete in Nürnberg, 
fuhr ein Stückchen während es regnete mit dem Zug und 
möchte einige Urlaubstage am Gardasee verbringen


Dom von Trento


Joshua kommt aus Israel und Henriette aus den Niederlanden-
sie haben sich auf der Radtour kennengelernt.
Sie passen auf Helmuts Rad auf während des Dombesuchs.
Er möchte nur bis Verona und sie bis Rom radeln


Trento: Piazza Duomo mit Brunnen


Trento: Schloß Buonconsiglio


Montag, 9. Juni 2025    Ruhetag in Peschiera am Gardasee

2. Übernachtung in der Unterkunft: "Hotel Campanello" 

Peschiera kennt ja jeder! Das 10000 Einwohner Städtchen mit mindestens genauso vielen Touristen im Sommer hat eine große Geschichte mit seiner Festung, welche seit 2017 zum Weltkulturerbe gehört. Die Festung war im 16. und 17 Jahrhundert eingebunden ins venezianische Verteidigungssystem.  Die historische Stadt liegt an der Südspitze des Gardasees und des Flusses Mincio. Sie ist relativ klein und hat doch einen Bahnhof mit Schnellzugverbindung zwischen Mailand und Venedig! Verona liegt nur 35 Kilometer entfernt, von wo u.a.der Zug nach München fährt ! Von Peschiera und dem schönen Gardasee sind es "nur" 430 Kilometer nach Fürstenfeldbruck, wo Helmut und Christiane wohnen! Merkt ihr was ? So langsam zieht´s Helmut nach Hause!
Die kommenden Tage sehen nach jetziger Planung folgendermaßen aus:
10.6. von Peschiera nach Trient
11.6. von Trient nach Klausen
12.6./ 13.6. von Klausen nach Innsbruck ...
und dann geht´s eventuell mit Christiane und ihrem Rennrad am Achensee entlang über Bad Tölz nach Hause. Wie sagte der Kaiser Beckenbauer: "schaun mer mal, dann sehn mer scho"!

Der Blog platzt aus den Nähten, hoffentlich kann Helmut noch die restliche Einträge vornehmen!
(sonst werden die Videos gelöscht)



Hotel Campanello: Frühstück auf der Terrasse mit Blick auf den See


ein morgendliches Bad gefällig? Das findet der Hund nicht schön!


Fußgängerzone in Peschiera


Unesco Weltkulturerbe: historische Stadtmauer (venezianische Festung)
(Foto oben und unten) 


Blick auf die Festung und  Fluß Mincio


Blick von der Festung auf den Hafen


Piazza Ferdinando di Savoia mit Kirche San Martino


Ponte dei Voltoni (erbaut 1556)


auf der Halbinsel Casema d´Artiglieria mit Blick 
auf den  Fluß Mincio und die Altstadt von Peschiera


hübsche Ente auf Suche nach Nahrung :-))


Sonntag, 8. Juni 2025    26. Radltag

Sermide - Peschiera : 105 km, 260 hm

Übernachtung in der Unterkunft: "Hotel Campanello" 

Wetter:  29 Grad, sonnig, 19km/h Westwind




Heute ist Pfingstsonntag, der in Italien, außer in Südtirol, KEIN offizieller Feiertag ist!

Helmut ist früh aus dem Bett gefallen, frühstückt noch fürstlich in seinem gutshofmäßigen Quartier und geht auf die „Piste“ um 8:10 Uhr !

Er möchte sich auf halber Strecke zum Gardasee den Ort Mantova anschauen und hat somit eine Strecke von ca 105 km vor sich.

Der Weg auf dem EV 8 führt parallel zum Fluß PO oben auf dem Deich entlang. Dort bestätigt sich die vorab eingeholte Info, dass der Asphalt in einem sehr guten Zustand ist und man von der Deichkrone aus einen guten Überblick auf den Fluß und die Umgebung hat.

Kennt ihr das Kinderlied mit den Elefanten? Links die Bäume, rechts die Bäume… so ist es nicht ganz! Es gibt sehr viele Anpflanzungen von Pappeln auf linker und rechter Seite aber natürlich auch Baum Altbestände, dazwischen liegen einige Maisfelder und abgeerntete Getreidefelder und natürlich radelt man ab und zu an einem Dorf mit Kirche vorbei !

Helmut genießt das schöne Wetter, den guten Asphalt :-) und gibt dank der vollen Batterie und dem S-Pedelec ordentlich Gas! Sonntag ist auch der Ausflugstag für Italiener. Man sieht viele Familien, Sportler und natürlich Radreisende! Zur Mittagszeit hat Helmut mit 17 km/h Gegenwind zu tun… aber wen kümmert es, wenn es der Batterie (noch) gut geht!

Den etwas größeren Ort Revere lässt er vorbeirauschen. Pieve di Coreano bleibt auch links liegen. Richtig toll sind fest installierte Tische und Bänke für EV-Reisende und Ortsansässige oben am Deich.

Bei Kilometerstand 27 schwillt der Fluß PO aufs Doppelte an (nicht der von Helmut!) . Es kommen plötzlich Flüsse und Kanäle zusammen und ab km 31 stößt man zusätzlich auf den EV 7, der eine zeitlang mit dem EV 8 zusammengeführt wird.

Die Landschaft verändert sich allmählich, kurzzeitig muß Helmut die Straße benutzen und sieht eine überfahrene größere Schildkröte - kein schöner Anblick! Helmut hat schon längst den Turbo-Modus eingeschaltet und muß deshalb bei etwas mehr als km 50 einen Batteriewechselstopp einlegen.

Endlich erscheint Mantova im Hintergrund, wo eine einstündige Pause zum Essen und Batterieladen eingeplant ist (sicher ist sicher!). Mantova wird im Internet als Juwel am Wasser und Zeuge der Renaissance angepriesen. Und tatsächlich, der Ort ist umgeben von mehreren Seen, die vom Fluß Mincio gespeist werden. Es gibt so viele tolle Bauwerke, Museen und schöne Plätze, das drei Besichtigungstage gerade ausreichen. Helmut genießt die interessante Architektur im Vorbeiflug und bestellt nahe des Marktplatzes im Restaurant einen gemischten Salat - das Rad stellt er neben sich unter den Arkaden ab (sicher ist sicher bei den vielen Menschen in der Stadt). Die Batterie freut sich über die Nachladung und Helmut nach dem Essen … auf eine Toilette. Unterwegs ist das immer ein Thema …, vor allem, wenn man viele Kirschen gegessen hat  :-))

Doch ab 14 Uhr  gehts weiter zum Gardasee, wieder auf dem EV 7 (der achter hat sich verabschiedet und ist dem PO treu geblieben, der nach Cremona und Pavia abgebogen ist. Bei km 77 sieht Helmut ein altes Wasserkraftwerk mit „offener“ Technik (siehe Video) und legt noch eine Pause an einer Wassertreppe bei ca km 90 ein (Eisbelohnung!)

Bei km 95 plagen sich Helfer beim Abernten eines Zucchinifeldes und …. schwupp di wupp taucht bei km 105 der Gardasee auf!

Das Hotel ist schnell gefunden (Christiane war mit Helmut am 14.4. bei schrecklichem Wetter schon in unmittelbarer Nähe von diesem Quartier). Nun noch ein erfrischendes Bad und ein nettes Gespräch mit „Einheimischen“, die in diesem Gebiet "gefühlt" in der Minderheit sind :-))


FOTOS wurden ergänzt für den 6.6.25!




Villa Shiavis Frühstücksraum: um 7:30 Uhr sitzt Helmut allein hier :-)


Wasserregulierung am Kanal "Bonifica Reggiana Mantovana"


Immer geradeaus! 
EuroVelo EV 8 Weg auf der Deichkrone parallel zum Po


Dorf Chiavichetta am EV8: 5 -10 Häuser, aber eine Kirche!


EV8 Fernradweg führt parallel zum Po


Rennradler sind wie Helmut früh aktiv


diese Langschnäbel suchen Futter bei den bewässerten Jungpappeln


Kleiner Hafen bei Ostiglia am Po


der Fluß staut sich zu einem See auf -
im Hintergrund sieht man die Autobrücke bei  San Benedetto


in diesem Bereich des EV 8 gibt es oft 
Maisanbau und Anpflanzungen von Pappeln


der Radweg verlässt den Po und führt parallel zu einem Kanal -
Helmut verlässt den EV8 und radelt nach Montova auf den EV7,
= sehr gepflegte Radwege mit bestem Asphalt :-)


hier am Kanal sind viele Grau/ Silberreiher zu beobachten


in Süditalien haben wir  keine Hinweisschilder für Radwege gesehen -
im Norden Italiens sieht es anders aus !!


Montova: Hafen für Sportboote


Montova: Palazzo Andreani, Sitz der Industrie und Handelskammer


Montavia: Fußgängerzone


Montavia: Basilika Sant Andrea


Piazza Sordello mit Kopfsteinpflaster :-) 
Da klappert nicht nur das Gebiss!


Castello di San Giorgio


Mantova am Fluß Mincio und verschiedenen Seen


nahe Montavia verschmälert sich der EV7 Radweg 
in einem Naturschutzgebiet zu einem kleinen Wanderweg
(nur für eine kurze Strecke)


nachmittags erreicht Helmut Lago Garda 
und springt zur Abkühlung in den See


Samstag, 7. Juni 2025    25. Radltag

Sasso Marconi - Sermide : 86 km, 130 hm

Übernachtung in der Unterkunft: "Villa Schiavi" 

Wetter:  31 Grad, sonnig



Liebe Blogleser, es ist zum Weinen! Auf der langen Tour haben wir über mehrere Tage nie so eine schlimme Internetverbindung gehabt. Hier in der Prärie, wo sich Fuchs und Has gute Nacht sagen, bringt die Blogpflege wenig Freude! Helmut zieht den Stecker und hofft auf besseres Internet im Touristenzentrum Peschiera am Gardasee. Dann werden zusätzliche Fotos gespeichert!
Der heutige Tag ist auf dem Fahrrad sehr gemütlich. Nur im Aussenbezirk von Bologna ist verkehrsmässig mehr los, das Zentrum meidet Helmut, da er schon vom 16. bis 18. April mit Christiane hier war.  
Ihr erinnert euch, dass die Begegnung mit Rene auch in Bologna am 29. April stattfand. 
Die heutige Reise hat einen Höhepunkt in dem kleinen und sehr schönen Ort Pieve de Cento (siehe Beschreibung unter den Fotos). Ansonsten gehts in der Ebene fast ohne Höhenmeter dahin, vorbei an gut bewässerten  Feldern mit Kürbissen, Rüben und Getreide (zum Teil schon abgeerntet). Eine kurze Überraschung gibt es 15 km vor Sermide. Komoot hat eine Asphaltstrecke ausgewiesen, tatsächlich findet Helmut aber einen 4 km langen Schotterweg vor. Eine zweite Überraschung ist im Zielbereich, als der Navi über Bahngleise routet, die Straße vor den Gleisen aber endet. Eine Brückenüberquerung der Schienen ist mit zwei zusätzlichen Kilometern aber leicht möglich!
Helmut freut sich auf die Dusche im neuen Quartier! A bisserl kommt man bei 31 Grad doch ins Schwitzen!



bei Boschetto gibt es oben auf der Deichkrone einen markierten  
Radweg neben dem Fluß Reno, den Helmut jedoch nur für einen Kilometer nutzt.
Die Straße läuft parallel und ist verkehrsarm.


Haus zu verkaufen? Es ist eine Ruine !
Gemeint ist sicherlich das Grundstück


Pieve de Cento - ein 6000 Seelen Dorf


Pieve de Cento hat ein schönes Zentrum 
mit einem gemütlichen Marktplatz ...


... dort am Marktplatz steht auch das Rathaus (siehe Foto)


... und befindet sich eine Bar. Diese drei Rennradler neben Helmut stammen alle
aus Pieve de Cento und kennen sich schon seit der Kindheit. Der Herr ganz links im Foto
 heißt Gastone und spricht gut englisch...


... er fragt Helmut, was er trinken und essen möchte, bestellt Schinken, Salami und Käse.
Helmut ist total überrascht über diese Gastfreundschaft - es entwickelt sich ein interessantes zweistündiges Gespräch!


... doch irgendwann muß Helmut weiter, 
da noch knappe 40 km bis nach Sermide fehlen...
Gastone muss schon etwas früher gehen und ruft Helmut bei der Verabschiedung zu:
ES IST ALLES BEZAHLT!

Freitag, 6. Juni 2025    24. Radltag

Florenz - Sasso Marconi: 101 km, 1270 hm

Übernachtung in der Unterkunft: "Hotel Ca Vecchia" 

Wetter:  28 Grad, sonnig, z.T leicht bewölkt




Das war heute Helmuts Königsetappe ! Die beiden  Batterien haben die letzten Elektronen hergegeben und Helmut mit Rad und Gepäck über die Berge gewuchtet :-))
( = kleiner Vorgeschmack auf die Alpen :-))
Helmut hofft Samstag auf besseres Internet. Weder das Hotel-WLAN Netz noch das mobile Netz reichen aus, um die Fotos gut zu übertragen!
Deshalb  in aller Kürze:  es war ein schöner Tag mit guter Aussicht in die Bergwelt! Komoot hat eine tolle Strecke ausgesucht !!
Nachtrag am Samstag für Freitag:

Im Vormittagsverkehr geht es erstaunlich schnell durch Florenz . 

Komoot hat sogar einige Radwege gefunden, die Helmut gerne benutzt. Heute ist Freitag und einige Moslems, die festtagsmässig gekleidet sind,  machen sich auf den Weg in die Moschee.

Im Norden von Florenz wird der Verkehr stärker und obwohl eine Autobahn parallel zur Nationalstrasse führt, möchten einige Autofahrer sich offenbar diese Gebühr sparen.

Solange die PKWs und Motorräder an Helmut vorbeizischen oder mit ihm im Kurzstau stehen, ist alles harmlos. Unangenehmer ist der Schwerverkehr, weshalb es eine Erlösung ist, endlich die Gebirgsregion ab 35 geradelten Kilometern zu erreichen. Diese kleinen Bergstrassen , die das Routingsystem vorschlägt, sind für LKWs zu mühsam zu nehmen und vermutlich auch für 40 Tonner verboten - für Helmut sind sie ideal und führen durch eine Landschaft mit grandioser Aussicht. Hier gibt es auch einige Fernradler und Wanderer zu sehen.

Der Akku muß schon nach 44 km ausgewechselt werden, da aber die Anstiege nach 60 Kilometern aufhören und die restliche Tagesetappe bergab führt, ist Entspannung für die „Stromversorgung des Motors“ angesagt.

Eigentlich lädt ein Kurzstopp am See Bilancino zu einem Bad ein, doch verzichtet Helmut aufs kühle Nass und möchte lieber vor 18 Uhr die neue Unterkunft erreichen.

Eine Esspause wird im kleinen Bergdorf Vernio eingelegt ( wann hat man schon mal einen Wasserhahn neben einer Sitzbank im Schatten? ) und beim zweiten Halt in Rioveggio gibt es das obligatorische Eis zur Belohnung für die fast bewältigte Strecke!




Radwege sind schön, aber eine Seltenheit!


heftiger Verkehr (auch LKWs) nördlich von Florenz


Fahrradbrücke bei Barberino di Mugello


See Bilancino (Foto oben und unten)



die Route führt durch Cirignano


die Autobahn  bleibt oft in Sichtweite


in Mangona gibt es eine Umarmung für eine kleine Tonfigur


die Anstieg wird belohnt mit einem tollen Ausblick


der erste Gipfel ist geschafft!


in dieser Bergwelt gibt es viele Wanderwege


in Montepiano beginnt die Abfahrt (mit Pulli und Mütze!)


in Montepiano legt Helmut auch eine Esspause ein


Bergdorf Rasora / Le Rose


Helmut verlässt die Toskana und erreicht Emilia Romagna


Castiglione dei Pepoli


alte aber noch intakte Bahnbrücke in Blogna


größte Aufmerksamkeit ist erforderlich bei aufgerissenen Straßen


Helmuts Herberge Hotel Ca Vecchia in Sasso Marconi


Donnerstag, 5. Juni 2025   

Spaziergang durch Florenz

2. Übernachtung in der Unterkunft: "Camping HU Firenze" 

Wetter:  30 Grad, sonnig, nachmittags teilweise bewölkt

Nach der relativ kurzen Nacht (Helmut hat noch mitternächtlichen Telefonkontakt mit Christiane und René gehabt und kann danach schlecht einschlafen) schleppt sich Helmut auf die Touristenpfade des Zentrums von Florenz. Nach langer Wartezeit vor dem Dom ist seine Sightseeing Motivation auf den Nullpunkt angekommen. Es könnte auch an den vielen durchfahrenen Großstädten mit der unglaublichen Anzahl von Sehenswürdigkeiten liegen, sodass sich bei Helmut eine gewisse Sättigung an Kultur einschleicht :-))
Doch es gibt kein Pardon! In der Innenstadt kann man vor vielen Touristen fast kein Schritt vor dem anderen setzen! Trotzdem kämpft sich Helmut "tapfer" durch die Menschenmengen und landet irgendwann am Arno und der Ponte Vecchio, dem Wahrzeichen von Florenz. 
Dort steigt er in den Bus zurück zum Campingplatz und springt, als ein Friseurladen an der Durchfahrtsstrasse auftaucht, sofort wieder raus. Heute oder nie! Helmut lässt sich in den Barbierstuhl fallen und erträgt die "Behandlung" ohne Proteste!
Morgen gehts früh auf den Drahtesel auf die erste? 100 km Etappe in Richtung Gardasee.


der Bus vom Campingplatz ins Zentrum war so voll, 
dass einige Fahrgäste schon vor der Windschutzscheibe stehen!


Helmut steigt früher aus, weil er sonst im Bus erdrückt worden wäre :-)
Zufällig kommt Torsten mit Rauschebart als Kutscher vorbei ...


... keine große Überraschung, dass die Dombesucher eine Stunde 
vor dem Eingang warten müssen...
Helmut ist nicht begeistert aber stellt sich brav an!


der Kirchenvorplatz ist für eine verzerrungsfreie 
Aufnahme der gewaltigen Kathedrale zu klein.
Der Turm wird dadurch zum schiefen Turm von Pisa:-)



Innenraum des Domes - 
für Helmut aus dem Barockkirchenland Bayern relativ schmucklos


im dunklen Kirchenraum kommt dieser Lichterbaum gut zur Geltung


Brunelleschi Kuppel im Dom- 
der Marsch auf die Kuppel fällt der Trägheit zum Opfer 


Jubiläumskreuz vor dem Altar


jede Domtür ist schön verziert- auch mit einem Mosaik?bild


Dom Seitenansicht


neben dem Dom steht das Baptisterium von Giovanni...


... mit dreidimensionalen Darstellungen von Bibelszenen an der Tür


der Rundgang wird fortgesetzt: Platz der Republik


Zentrale Markthalle mit Souvenirartikel


Dantes Kirche war leider verschlossen



so sah wohl der Dichter und Philosoph Dante aus
(1265 -1321, geboren in Florenz)


die engen Gassen sind ein Magnet für viele Touristen
(auch für Helmut)


hier gibt es Schinkenbrote- selbst dafür müssen sich hungrige Touristen anstellen


Palazzo Vecchio mit dem Arnolfo Turm
(sorry für die komischen Farben, das Smartphone ist zu warm geworden)


Orsanmichele - dreigeschossiges Kirchengebäude


Kirchenraum der Orsanmichele


Brunnen am Platz Signoria


natürlich darf ein Bild von der alten Brücke nicht fehlen!
Wahrzeichen von Florenz: PonteVecchio


auf der Ponte Vecchio gibt es fast nur Schmuckläden- traurig aber wahr!


Blick von der Ponte Vecchio auf die benachbarte Brücke Grazie


Palazzo Pitti

Mittwoch, 4. Juni 2025    23. Radltag

Montagnano - Florenz: 82 km, 740 hm

Übernachtung in der Unterkunft: "Camping HU Firenze" 

Wetter:  30 Grad, sonnig




Mein Blogschreiber ist " abtrünnig" , deshalb gibt es nur eine Kurzbeschreibung! Heute hat Helmut Glück auf der Strecke - das Routingprogramm hat verkehrsarme Straßen mit gutem Asphalt ausgesucht.
Der Abschied von unseren hilfsbereiten Gastgebern fällt schwer, aber noch schwerer ist die Trennung von René. So überraschend tritt dieser neue Zustand auf, da muss man sich erst langsam dran gewöhnen. Wir haben sehr aufeinander geachtet .... und nun schaut keiner mehr, ob es dem Reisepartner gut geht :-(
Die Strecke ist sehr abwechslungsreich, sie führt durch kleine Ortschaften mit gepflegten Häusern, hübschen Marktplätzen und noch gut erhaltenen Stadtmauern.
Interessant ist auch der Ausblick auf die Landschaft (u.a. auf große Weinfelder), da sich die Straße am Anfang und am Ende der Tagesroute zwei- bis vierhundert Meter serpentinenartig hoch- und runter"schraubt". 
Da Helmut früh loskommt, erreicht er den vorgebuchten Campingplatz bei Florenz schon nachmittags vor 16 Uhr. Zu seiner Überraschung muß er eine Wartemarke vor der Rezeption ziehen, kommt aber nach 2 Minuten schon dran. Das zugewiesene große Zelt bietet alles, sogar einen Kühlschrank und einen Safe für Wertsachen! Eine kleine Schwimmrunde im gut besuchten 20m Wasserbecken sorgt für Abkühlung. 
Buona notte -  morgen gehts mit dem Bus ins Zentrum der toskanischen Hauptstadt (das Rad bleibt auf dem Campingplatz ... sicher ist sicher !)




Helmuts Start nach Florenz: 
Abschied von René und von den Gastgebern Dante und  Frau


Civitella in Val di Chiana 


Badia Agnano: René, das ist leider kein Ersatzrad für dich,
aber als Verschönerung der Landschaft ist es durchaus geeignet 


Bucine: Medieval Brücke
eine alte Eisenbahnbrücke, die noch funktioniert


Montevarchi: gut restauriertes Haus (Sitz einer Technologie Firma)


Kreisverkehr in San Giovanni Valdarno: 
das Thermometer auf dem Display zeigt 33 Grad, kein Wunder, dass die Dame nackt ist :-)


San Giovanni Valdarno: menschenleere Fussgängerzone mit vielen abgestellten Rädern


San Giovanni Valdarno: Palazzo d´Arnolfo (Rathaus?)


San Giovanni Valdarno: Veteranentreffen am Marktplatz


Figline Valdarno: Pretorio Schloss


Figline Valdarno: Kriegerdenkmal als Baum dargestellt-
die "Blätter" sind die Namen der gefallenen Soldaten


Figline e Incisa Valdarno: Helmut bestaunt diesen reichhaltigen Obst- und Gemüsestand


Figline e Incisa Valdarno: Fluß Arno (der auch durch Florenz fließt)


Gutshof Torre a Cona in 360 m Höhe 
( am zweiten Berg der heutigen Radstrecke)


Paterno: von hier sieht man gut die große Stadt Florenz


Campingplatz bei Florenz: das Tagesziel ist erreicht!


... nun muß Helmut das große Bett allein nutzen :-))


Dienstag, 3. Juni 2025    

Montagnano:  Weiterreise planen und Sachen packen, Verlustmeldung aufgeben in Arezzo

3. Übernachtung in der Unterkunft: "Casa Sossi" 

Wetter:  30 Grad, sonnig

Was haben wir für ein Glück im Unglück! Unser Gastgeber Dante hat Rene gestern aus Arezzo abgeholt. Heute morgen fährt er mit uns nach Arezzo zur Policia Municipale,  die uns an die Carabinieri verweisen. Dort ist man nur bereit, mit uns zu sprechen, wenn wir einen italienischsprachigen Menschen mitbringen, da keiner englisch kann. Unser Gastgeber ist dann  dabei, und wir können die Verlustmeldung machen.                                                                                                                    Danach fährt Dante mit uns zum Einkaufszentrum, René kauft einen großen Koffer, Helmut macht Einkäufe,  da er am Abend kochen will. 
Weil Helmut nun allein unterwegs sein wird, gibt er einen großen Teil seines Gepäcks wie Zelt, Schlafsack, Unterlage und a bisserl Kleinkram mit.
Dadurch wird der Koffer bestimmt 40 kg schwer! ...und ist proppevoll! 
Heute genießen wir den Abend bei Frauenfußball, morgen fährt Helmut um 9 Uhr nach Florenz. Mir tut es sehr leid, schade über dieses Ende der gemeinsamen  Tour! Wir haben uns wirklich gut verstanden und auf uns gegenseitig aufgepasst. Helmut ist aber sehr erfahren!
René wird mit dem Auto nach Arezzo zur Bahn gebracht, von dort über Florenz und Bologna nach Fürstenfeldbruck. Dort eine Nacht schlafen, und dann am Donnerstag  mit der Bahn nach Hamburg.
Renés Katze freut sich schon und auch meine Enkelkinder und.... logo, an erster  Stelle, meine Freundin Gudrun!


beim 2. Anlauf klappt es: die CARABINIERI erstellt die Verlustmeldung


Helmut freut sich, dass René einige seiner Gepäckstücke mitnimmt nach Bruck


... geht der Koffer noch zu?
oder anders ausgedrückt: das traurige Ende einer schönen gemeinsamen Tour!

Montag, 2. Juni 2025    

Montagnano: Ruhetag für Helmut, Ausflugstag mit dem Rad nach Arezzo für René

2. Übernachtung in der Unterkunft: "Casa Sossi" 

Wetter:  29 Grad, sonnig

Helmut streikt - der Name Ruhetag hat was mit Ruhe zu tun! Trotzdem gibt es einige Arbeiten, wie Radpflege, Blogpflege, Wäsche waschen (es gibt eine Waschmaschine!)  etc.
René radelt nach Arezzo und macht dort Sightseeing.
Es sind nur 18 km, die meiste Zeit auf einem Pfad am Fluss entlang. René genießt die Natur, ein sattes Grün, und die Vögel singen ihre Melodien! Kaum zu glauben, dass früher den Singvögeln mit Leimruten und Netzen nachgestellt worden ist - das ist hoffentlich vorbei!
In Arezzo hat er Glück: Es findet der monatliche größte Antiquitätenmarkt  Italiens statt. Bücher, Porzellan, Möbel, Kunst und Schmuck usw. suchen Käufer. Viele Einheimische ziehen sich festlich in altem Stil an. In mehreren Straßen stehen die Stände dicht an dicht, aber viel wertvoller als unsere Flohmärkte.
Es gibt wohl einen Bekleidungs-Wettbewerb mit Preisen, auch viele Kinder sind herausgeputzt!       René besucht die Burg der Medici aus dem ausgehenden Mittelalter. Als "Senior" hat man Glück, man zahlt nur 2 € statt 5! Oben auf der Festung gibt es außer René nur noch Eidechsen! Man kann weit die Landschaft übersehen. Unten liegt ein alter Friedhof mit Häusern und mit "Fenstern", in die die Särge geschoben werden, vorn stehen die Daten und oft Blumen der Angehörigen. Es gibt mehrere "Häuserreihen" mit hunderten Fenstern.
Wieder zurück im Ort genießt René die gelöste Stimmung, die sich nach einem leckeren Eis allerdings  ins Gegenteil verkehrt:
Das Fahrrad ist WEG!!!! Geklaut! Nicht mehr da! Rene findet nur noch die Hälften von einem durchgeflexten Kettenglied! Was nun? Er wendet sich an zwei hilfsbereite Ortspolizisten, die ihm nur sagen können, dass die  Polizei Municipale erst morgen wieder aufhat, heute ist Feiertag!
Unser Gastgeber ist so nett und holt René in Arezzo mit dem Auto ab. Morgen fährt er mit uns zur Polizei, aber wir haben keine Hoffnung.                                                                                
Ein neues Fahrrad in Italien kaufen? Dann fehlen  Teile für die Packtaschen vorn usw. 
DAS heißt: René fährt mit dem Zug  nach Hause, Helmut möchte die Reise zu Ende bringen und will allein weiter.  Wir sind traurig und enttäuscht, aber zum Glück sind wir gesund. Mal sehen, was der Tag morgen bringt!
René bedankt sich bei all den interessierten Lesern und Leserinnen! Helmut wird den Blog in Kurzfassung fortsetzen...


Riesiger Antiquitätenmarkt


der "Duomo" von Arezzo


  Plastiken statt Altar
                                                          

der Domplatz


Friedhof mit Wandgräbern für Urnen


                                                           Blick von der Festung der Medici


Erinnerung: Helmut muss zum Friseur :-))
                                    

 festliche  (Show) Kleidung
                                               

sehr verschiedenes Angebot
                                                

  Kleider- Wettbewerb auch für Kinder
                                                  

 ungelogen....
                                                   

Toll erhaltene und gepflegte alte Häuser, die  ganze Häuserfront ist so bemalt 
                       

Sonntag, 1. Juni 2025    22. Radltag

Lago di Bolsena - Montagnano: 77 km, 800 hm (plus 46 Zugkilometer)

Übernachtung in der Unterkunft: "Casa Sossi" 

Wetter:  31 Grad, sonnig




Wir sind in der Toskana angekommen!
Das ist schon eine dolle Strecke! Die Berge sind zum Teil eine gnadenlose Herausforderung, manchmal geht  es über eine lange Strecke nach oben mit 7-10 Prozent.  Da entschädigen auch die bergab Fahrten (30 - 40 km/h = bremsen!) nicht. Komoot hatte gestern eine 6 km Sandwegstrecke mit Kies und vielen Löchern (auf dem EV 7!) im Programm,  mit manchmal heruntergekommenem Asphalt zum Slalomfahren auf der heutigen Strecke (Straßenabsackung)!      
Allerdings haben wir einen weiten Blick über die Täler, teils mit bebauten Feldern (Getreide, Bodenfrüchte, Wein und vor allem viele uralte Olivenbäume). Teils radeln wir durch Naturschutzgebiete mit Laubbäumen, vielen eher verkrüppelten Eichen. An gegenüberliegenden Hängen hingetupft Ginsterbüsche, die aussehen wie eine Herde gelbe Schafe.  Hin und wieder treffen wir einige Wanderer, aber auch Fernradler bepackt mit schweren Taschen begegnen uns.
Häufig begleitet uns das Gezwitscher, Gezirpe und Gepfeife von verschiedenen Vögeln, deren Sprache wir nicht verstehen, wohl italienisch...
Unsere gestrige Unterkunft in Civita Castellana haben wir uns mühsam verdient. Schlaue Menschen wissen, dass der Name mit einer Burg hoch oben zu tun hat!                                                                
Mit unserer jungen Gastgeberin kommen wir ins "Schnacken", dabei kommt heraus, dass sie einen Marathon in Rom im März 2025 mit Helmuts Frau Christiane und vielen anderen gelaufen ist.               Unsere Räder müssen die Treppe in die erste Etage raufgetragen werden (besser isses, sagt sie), dafür helfen wir am nächsten Morgen einer gehbehinderten sehr alten Dame die Treppe hinunter.
Der Weg zum Lago di Bolsena sollte eigentlich immer nach unten gehen - zu Anfang, und dann quälen wir uns doch etliche Höhenmeter wieder nach oben. Wir bekommen einen Zeltplatz direkt am Ufer, leider auch direkt an der Straße mit lautem Gerede und kreischenden kleinen Motorrädern bis weit nach Mitternacht.
Wir haben sehr hilfsbereite Nachbarn aus Bremerhaven, und besonders René  hat einen Klönabend.     Der nächste Tag beginnt mit einem Bad im gar nicht kalten See. 
Auf der Strecke gibt es immer wieder kleine Hingucker: eine Hecke voller blutroter Rosen, eine hübsche Villa, herrschaftliche Grundstücke, eine fingerdicke knallgrüne Raupe; der muss über die Straße geholfen werden, aber ohne Anfassen. 
In Italien ist Feiertag am Montag, den 2. Juni; es gibt keine preiswerten Unterkünfte, erst sehr weit weg, noch 47 km zu den 70 bisher, und es ist schon fast 16 Uhr! Da hilft uns ausnahmsweise die Bahn bis nach Castiglioni Fiorentino.  Dann noch 13  km bis Montagnano zu unserer Unterkunft - keiner  ist da, kein Schlüsseltresor! :(( 
Helmut ruft bei Booking an, wir bekommen nach langer Wartezeit Ersatz. Auf dem Weg dorthin meldet sich unsere Vermieterin, wir könnten nun  doch in die Wohnung, also drehen wir um. Hier bleiben wir zwei Nächte. 


Abschied vom Lago di Bolsena


Vorsicht, es könnte schneien und rutschig werden (bei 31 Grad!)


Acquapendente: wir radeln auf verkehrsarmen Straßen - heute ist Sonntag


Straße im schlechten Zustand :-))


und tatsächlich, etliche Kilometer müssen wir höllisch aufpassen!


Schafe? Nein, blühende Ginsterbüsche ...


Gebiet Trevinano: fast wie im Allgäu,  jedoch mit anderer Vegetation


blühende fast baumhohe Ginsterbüsche am Straßenrand


Piazze:  auch dieser Ort wirkt menschenleer am Sonntag


Fluß Paglia im Gebiet Acquapendente


in Chiusi nehmen wir die Bahn ... so bringt das Reisen auch Spaß! 
(hoffentlich eine Ausnahme!)


Castiglioni Fiorentino:
... nun noch schnell den Ausgang finden (mit 60 kg: Fahrrad und Gepäck), 
was mit einem Gleiswechsel (ohne Fahrstuhl) verbunden ist


unser heutiges Ziel ist erreicht! Helmut reicht´s auch!


solche Korrespondenz muß auch sein nach dem Chaos mit der Unterkunft -:)


Samstag, 31. Mai 2025    21. Radltag

Civita Castellana - Lago di Bolsena: 98 km, 1370 hm (- 160 hm Bergbahn Orvieto)

Übernachtung : "Camping il Lago" - Unsere erste Zeltbenutzung !!

Wetter:  31 Grad, sonnig



Dieser Tag ist im Bericht vom 1. Juni integriert!



Civita Castellana in unserer Unterkunft: Kopf einziehen, wenn man zur Toilette möchte!


Civita Castellana: Marktplatz


Ortsausgang Lugano in Teverina: schöne Bergsilhouette 


ungewohnter Anblick: Helmut ohne Jacke auf dem Rad (ca 31 Grad)


der Ort Baschi kündigt sich in der Ferne an


Baschi: hinter der Baustellenabsperrung liegt die Bar/ das Café Antonelli,
wo wir eine halbstündige Pause einlegen


Spontanentschluß an der Orvieto Talstation:
wir fahren mit der Standseilbahn in die Oberstadt,
die Fahrräder dürfen wir mitnehmen


Ankunft in der Bergstation Orvieto Oberstadt


Orvieto: Dom 


Orvieto: Mosaikbilder oberhalb des Dom Eingangsportals


Orvieto: wir radeln durch die Altstadt (Foto oben und unten)




Planwechsel in Orvieto -  wir möchten noch zum See Bolsena radeln
Foto: Blick zurück auf Orvieto (von der Passstraße nach Bolsena)



Blick auf den See Bolsena 


Bolsena: wir radeln durch die Stadt ...


...  und erreichen  19:15 Uhr den Campingplatz (direkt am See gelegen)

Freitag, 30. Mai 2025    20. Radltag

Rom - Civita Castellana: 71 km, 810 hm

Übernachtung in der Unterkunft: "Old Town House La Corte" 

Wetter:  31 Grad, sonnig





In Rom kann man sich viele Tage aufhalten, denn es gibt noch so viel zu sehen und zu erkunden! Wir haben aber noch eine lange Strecke vor uns.
Recht schnell erreichen wir den Tiber und fahren an seinem Ufer entlang. Dabei begegnen uns noch viele antike Überreste, Aquädukte und schöne und gewaltige Bauwerke der letzten Jahrhunderte. 
Unten am Ufer gibt es einen Radweg; leider führt nur eine sehr lange Treppe nach unten - die nehmen wir trotzdem und kommen heil unten an. 
Am Ufer  liegen viele Hausboote, mit langen Stangen an zwei  „Regentonnen“ befestigt, die wiederum an senkrechten Schienen auf- und abwärts gleiten können, um dem Wasserstand zu folgen.
Auf dem Wasser gibt es einige Ruderer und Ruderclubs. Der Tiber führt Niedrigwasser, das erklärt wohl den fehlenden Schiffsverkehr. Links und rechts wird es immer ländlicher mit Wein- und Olivenplantagen. Weit hinten sehen wir riesige Hochhaussiedlungen, und dann kommen wir durch Vororte, wo die wohlhabenden Bürger ihre Villen haben, sehr nett anzusehen!
Wir müssen uns von dem Fluss und dem hier gut erneuerten Radweg verabschieden. Unser Weg führt weiter auf einer Landstraße, von hier in kleinere Straßen. Der Höhepunkt: 15% Steigung auf über 100 m Länge. Mit Anlauf schaffen wir’s gerade 20 Meter, dann heißt es Schieben! Wir kommen viele Kilometer  durch richtiges Bergland, lange bergab, dass die Hände vom Bremsen schmerzen, dann ewig bergauf (11 % sind noch zu schaffen!). Eine Pause mit einem leckeren Eis (kostet hier nur 3 statt 5 -7 € in Rom) bringt neue Kräfte, aber wir suchen uns absehbar eine neue Unterkunft. Die finden wir in Civita Castellana, und, wie der Name schon sagt, gaaanz weit oben auf dem Felsenplateau. Es geht also nochmal steil nach oben, und so kommen wir heute auf gut 810 Höhenmeter! 
PS: Helmut ist heute bei 31 Grad zum ersten Mal ohne Jacke geradelt!!!



Rom: Gemüsetransport auf dem Lastenrad


Rom: Engelsburg, Fluß Tiber und 2 Radler:-)



Rom: Souvenirverkäufer am Fluß Tiber


Rom: Kassationsgerichtshof


Rom: Versuch über die Treppe die schwerbeladenen Räder auf den 
Radweg neben dem Tiber zu bringen


Rom: kurvenreicher Radweg am Tiber im top Zustand



Satelliten Vorstadt von Rom; im Vordergrund eine 
weidende Schafsherde


Magliano Romano: auf gehts ins Gebirge (EV 7 Fernradweg)



Magnano Romano: halbstündige Esspause im schattigen Park


Blick auf Faleria


Faleria: kleine Eispause 


Civita Castellana kurz vor Sonnenuntergang


Civita Castellana: tiefe Schlucht und steile Felswände 
(der Fluß Purgatorio war in der Tiefe von der Brücke nicht zu sehen)


Donnerstag, 29. Mai 2025

2. Besichtigungstag Rom

3. Übernachtung in der Unterkunft: "La Casita" 

Wetter: 30 Grad, sonnig

Was machen am letzten Tag? Rom hat sooo viel zu bieten, ist aber auch schon zu dieser Jahreszeit  rammelvoll! Deshalb: Bei spontanen Besichtigungen immer eine lange Schlange, wenn man überhaupt für heute oder morgen Karten bekommen kann. Zudem summieren sich die Eintrittspreise...
Heute? Bus Hop on - Hop off, eine Rundtour mit dem Bus buchen, mit dem Rad durchsVerkehrsgewühl?    Wir planen eine Route, wo wir mit der Metro und zu Fuß viel sehen können.  Helmut schließt sich  Renés Wünschen an, da er ja erst kürzlich (im März) hier war. 
Zuerst geht es mit der Metro zum Kolosseum, das ist von außen schon sehenswert.  Es wurde 80 n.C. von Kaiser Titus eröffnet und war das größte weltweit. Das "Volk" wurde hier mit "panem et circenses =  Brot und Spiele " erfreut.  Es gab die bekannten blutigen Gladiatorenkämpfe oder mit wilden Tieren, gestellte Seeschlachten usw.   Das Kolosseum bot unglaublichen Platz für 70.000 Zuschauer!                         Gleich daneben steht der Triumphbogen, der 312 n.C. erbaut worden ist. Wir gehen hoch zum Forum Romanum. Hier wurde in Hallen, Tempeln und Plätzen Politik und Geschäfte gemacht. Reste der Bauten sind erhalten. Ärgerlich ist, dass zusätzlich an den beiderseitigen Zäunen auch noch kleinmaschige Gitter angebracht worden sind, um auch das Fotografieren zu verhindern. 
Pecunia non olet!, wie der Römer sagt...
Unser Rundgang geht über das Kapitol, den begeisternden Palazzo di Venezia mit mehreren  Stockwerken, vielen Säulen und Statuen, dem Pantheon, Piazza Navona mit drei schönen Springbrunnen, natürlich dem Trevi-Brunnen, voll wie beim Volksfest! 
Zum Abschluss müssen wir noch auf den  Hügel (50m) zur Piazza Qurinale. Eine riesige Palastanlage, mit entworfen von den Baumeistern Maderno und Bernini, und ein riesiger Palast tun sich vor uns auf. Viel Militär und Polizei? Hier ist der Sitz des Staatspräsidenten!                                                                  Auf dem riesigen  Platz    befindet  sich   eine große Brunnenanlage, deren verschiedene Teile von anderen Anlagen "geklaut" worden sind. Interessant die göttlichen Zwillinge  Castor (nix Atommüll!) und Pollux, die im Sternbild "Zwillinge" zu finden sind. 
Wir haben fast 22.000 Schritte (ca. 15 km) zurückgelegt, die Füße brauchen jetzt dringend Erholung!
Morgen werden sie "nur" zum Radeln gebraucht!



Kolosseum


Forum Romanum


Mosaikbild über dem Eingang zur Kirche Sebastiano al Palatino


... es bilden sich Touristenschlangen vor der Kasse (ohne uns!)


Basilika Ulpia, links daneben der Obelisk Traiana-
davor die Säulen des Forums Augustus


Palazzo Venezia


Blick auf auf den Obelisken Traiana? von der Terrasse Quadriga


Palazzo Venezia (obere "Etage")


Blick aufs Forum Romanum und Umgebung
(von der Terrasse des Palastes Venezia)


 reparaturbedürftige? Elektroroller werden 
mit einem Lastenrad abtransportiert


Kirchenraum der Santa Maria sopra Minerva


Pantheon mit Vorplatz della Rotonda


Künstler bei der Arbeit


Piazza Navona mit Neptunbrunnen
und Kirche Sant Agnese in Agone (im Hintergrund)


Pralinengeschäft Venchi mit Schokoladenwand
(Helmut kann sich zurückhalten- hat ja schon ein Eis gehabt :-))


Trevi Brunnen


kein Durchkommen bei den Touristenmassen
vor dem Brunnen Tevi


auf dem Weg zur Metrostation Barberini:
Blumenpracht Bougainvillea über mehrere Stockwerke

Mittwoch, 28. Mai 2025

1. Besichtigungstag Rom

2. Übernachtung in der Unterkunft: "La Casita" 

Na ja, wenn man nur kurz in Rom ist, kommt man eher nicht zum Ausruhen!
Da wir keine Lust auf lange Warteschlangen vor den Sightseeing-Objekten haben, schauen wir mal ins Internet. Dabei geht es in erster Linie nicht: was wollen wir sehen, sondern: wo gibt es kurzfristig  Karten. Beide waren wir schon mehrfach in der Stadt, also müssen wir nicht alles "abarbeiten". Für Museen ist die Zeit eher zu kurz. Die Vatikanstadt und die Kirche (Santa Maria Maggiore), wo Papst Franziskus' Grabstätte ist, möchten wir uns ansehen. Die Kirchen sind kostenfrei, beim Petersdom ist ein Obolus für den Besuch der Kuppel und der Gruft, wo viele Päpste ihre Grabstätte haben, fällig. Im Internet gibt es viele Kombi-Angebote, kaum überschaubar, und fast alle mit Führung oder Audio- Guide, dementsprechend teuer. Wir buchen eine Führung durch den Dom inclusive aller Eintrittsgelder und ohne Wartezeit.
Das hat sich wirklich gelohnt; wir erleben eine gut gebildete Führerin, die auch  interessante Nebengeschichten zu erzählen weiß. Dank Kopfhörer ist sie gut zu verstehen in dem Gewühl!                   Bevor wir den Dom betreten, gehen wir an vielen riesigen Säulen in zwei Reihen vorbei, jede mit ca. 120 cm Durchmesser und 16 m? hoch. Insgesamt finden sich in/an der Kirche ungefähr 800! Säulen. 
Der Petersdom, der längste der Welt!, ist wirklich sehenswert! Das Hauptschiff zeigt in weiter Ferne das leuchtende Auge Gottes, darunter ein riesiger Thron, der aber nur Symbolcharakter hat und nie von einem Papst "besetzt" worden ist. 
Im Innenraum mit den drei Seitenschiffen gibt es 45 Altäre, alle mit eigenem unterschiedlichen Charakter. Die Bilder sind fast alle ganz kleinteilige Mosaiken, was man erst auf den zweiten Blick erkennt. So bleiben die Bilder dauerhaft erhalten und dunkeln nicht nach. 
Unterhalb der großen Kuppel, die nach Entwürfen von Michelangelo  erbaut wurde (1547),  befindet sich der Papstaltar. Der Architekt/ Künstler Bernini hat ihn   als Bronzebaldachin bauen lassen. Direkt darunter soll das Grab des hl. Petrus liegen, allerdings zwei Stockwerke tiefer.   Auf dem Areal  befand sich ein großer Friedhof, bevor der Dom dort errichtet worden ist. Kaiser Nero hat damals viele Christen kreuzigen lassen, unter ihnen Petrus und Paulus, die dort beerdigt  worden sind. 
Viele  Päpste haben ihre Grabstelle in der Gruft unterhalb des Domes. Einige sind als Statue nachgebildet,   die meisten sind mumifiziert worden und liegen in Glassärgen   mit einer Gesichtsmaske. Auch   "unser"   Benedikt  XVI (Ratzinger) hat dort (nur) eine Grabplatte.
Später geht es in  die Domkuppel. Es sind über 500 Stufen zu bewältigen  -    wir entscheiden uns für die "sparsame" Variante: die ersten 200 Stufen   mit dem Lift!  Und dann bekommen wir den göttlichen Atem, über 300 Stufen mit nur zwei Verschnaufpausen. Nach einer breiten Treppe werden die Stufen immer schmaler, die Innenwand schräger, so dass man sich  zur Seite beugen muss.   Den Höhepunkt   bildet eine ganz enge Wendeltreppe mit einem Seil in der Mitte   für besseren Halt. Das ist nichts für jeden, besonders nicht für Personen mit Klaustrophobie Ängsten! 
Oben haben wir einen phantastischen Ausblick! Die Kuppeln des Petersdomes, den Petersplatz,  den Tiber mit seiner Windung, in der Ferne das Pantheon, Kolosseum, die Engelsburg, welche als Luxus - Gefängnis für Monarchen oder als Rückzugsraum für Päpste bei einem Angriff diente.   Die Einschusslöcher in der Außenwand hat der letzte Papst Franziskus schließen lassen - wir wollen eine friedliche Zukunft und die kriegerische Vergangenheit  "begraben".   
Plötzlich ist es schon 18 Uhr! Wir haben sooo viel gesehen und sind rechtschaffen müde. Auf dem Heimweg mit der Metro gibt es noch ein Gelati! "Zu Hause" wird gekocht und die Waschmaschine gestartet, keine Handwäsche der Slips heute! 
Urbi et Orbi haben wir verpasst und auch keine Audienz vereinbart. aber es war ein sehr gelungener Tag!



Basilika Santa Maria Maggiore


Grab des Papstes Franziskus - ganz schlicht, wie er es sich gewünscht hat


schmuckvolle Kirche-  diese Basilika ist durchs Grab von 
Papst Franziskus richtig bekannt geworden!


Altar und Gruft


Mosaik Wandbilder unter der Decke des Kirchenschiffes


Petersdom (Postkarten Ansicht)


es gibt vier Brunnen vor dem Petersdom-
wir huschen nur seitlich am Petersplatz vorbei...


in der Gruft: Grab des deutschen Papstes Benedikt XVI


wir stehen in der Mitte des Domes und blicken hoch zur Kuppel,
die wir danach besichtigen


das 186 m lange Kirchenschiff des Domes


René und Helmut oben auf der Aussichtsplattform der Kuppel


Blick von der Kuppel auf den Petersplatz 


Engelsburg (Rundbau)


es geht die schmale Treppe wieder hinab ...
mit vielen anderen Touristen :-)


... aber noch sind wir nicht ganz unten ! 
Lediglich die ersten 300 Stufen sind geschafft! 200 Stufen bis ganz unten fehlen noch :-)


vom Balkon bzw. Zwischenebene hat man auch einen tollen Überblick


Dienstag, 27. Mai 2025    19. Radltag

Palermo - Rom: 1212 km, 10750 hm

Aprilia -Rom : 43 km, 340 hm

Übernachtung in der Unterkunft: "La Casita" 

Wetter:  26 Grad, sonnig/ teils leicht bewölkt


Einmal durch Aprilia (bisher nur bekannt durch die Motorrad- Marke) müssen wir auf die große Nationalstraße mit viel Verkehr, es gibt keine anderen Wege. Wir versuchen einen Umweg durch ein Industriegebiet. René will schon aufgeben, als die Straße im Nirwana endet, Helmut erkundet das Gelände weiter vorn - ja, hier geht's durch bis zum Zaun! Blöd, zurück? Ein Fuchs findet immer einen Weg, und Helmut ein Loch im Zaun, durch das wir die Räder hindurchquälen.  Doch auch auf dieser Straße ist viel Verkehr, bei LKWs fahren wir nach Möglichkeit rechts ran, auch wenn diese immer mit gutem Abstand überholen.
Wir sehen mehrfach bei Komoot nach, doch, es gibt ja die alte Via Appia, 135 vor Christus gebaut. Sie ist mit großen abgerundeten Steinplatten belegt, z.T. sind noch die Spurrillen der Gespanne von vor 2000 Jahren zu sehen, es gibt große Lücken. Da sollen wir fahren? Vor uns ein schmaler Tunnel, aus dem kommen ein paar Mountain Biker. Wir haben ein lustiges Stelldichein, einer ist oft in München und hat Freunde dort. Können wir mit unseren Rädern den Weg auf römischen Spuren nehmen? So ganz klar ist das nicht, probieren wir es aus. Die Steinplatten sind nur teilweise auf der Strecke, mit großen Lücken, aber daneben ist ein schmaler Sandweg (Vorsicht, Wurzeln, spitze Steine!) . Wir zittern uns so durch, besser als die große Straße!
Links und rechts sind Mauerreste zu sehen, waren das mal Wachttürme? Manchmal größere Bauten, z.T. restauriert wie das Haus des reichen Quintilius...
Bei einer Querstraße wollen wir schon aufgeben und zur großen Straße zurückfahren, aber noch einen Versuch! Zum Glück! Die Straße ist jetzt meistens neu gepflastert, es gibt einige Radfahrer, heftige Stellen noch zwischendurch, wo wir schieben müssen. ROM rückt immer näher! Wir haben drei Nächte gebucht, also zwei volle Tage Rom! Beide waren wir schon mehrfach hier, da müssen wir nicht alles ansehen.
Statt vorzeitig um 14 Uhr kommen wir erst kurz vor 16 Uhr an. Wie kommen wir rein? Es gibt eine präzise englische Anleitung: Bei einem Namen klingeln - die Haustür geht auf. Hinter dem Fahrstuhl eine Treppe runter, da führt eine Tür zum Innenhof, dort mit dem Code den Schlüsseltresor öffnen, mit dem Schlüssel in die Wohnung...yeah, es hat geklappt! Es ist ein schönes kleines Appartement, mit Küche und einem kleinen Tisch im Innenhof, wo wir die Räder sicher unterbringen. Wir können hier kochen. 
Am Abend kommt der Vermieter (politische Forderung, uns einmal life gesehen zu haben). Helmut hatte das Problem in Terracina, wo die alte Vermieterin ihn auf dem Ausweis nicht erkennen wollte!) Wir haben ein total nettes Gespräch, er erzählt, wie er und seine Frau  zu der Wohnung gekommen sind. 
René will später kochen, doch die elektronischen Herdplatten wollen partout nicht angehen. Wir probieren beide herum, dann kommen Herr und Frau Vermieter zu Hilfe. 
Morgen dürfen die Radln sich ausruhen, denn wir fahren mit der Metro!


Mountainbiker auf der Via Appia-
14 km vor unserem heutigen Ziel ist diese antike Straße 
unsere Radstrecke für ca 10 km


zunächst sind wir froh, dass die anfangs holprige Strecke
in einen schmalen Sandpfad übergeht ...


... doch so soll es nicht bleiben! Die großen antiken und sehr unebenen Steinplatten 
können wir allerdings oft umfahren (siehe Foto)


im Hintergrund ist eine römische Wasserleitung (Aquädukt) zu erkennen 


diese kleinen Pflastersteine sind neueren Datums -
die Herren auf dem Foto sind älteren Datums :-))


hier sind die über 2000 Jahre alten Originalsteine zu erkennen -
die Rillen wurden durch große Wagenräder verursacht


Villa dei Quintili an der Via Appia


"Stau" auf der antiken Straße durch Vierbeiner


Nebenjob für Helmut: "Kopfersatz" für die Statue :-))



Castrum Caetani und Grabmal der Caecilia Metella


das kleine Häuschen ist für 2 Tage und 3 Nächte unser Domizil:
inklusive Kochgelegenheit, Waschmaschine und Parkplatz für unsere Räder !!



vor der Haustür von "La Casita" gibt es einen Bistrotisch mit zwei Stühlen-
ideal für unsere Wünsche!


Montag, 26. Mai 2025    18. Radltag

Terracina - Aprilia : 84 km, 270 hm

Übernachtung in der Unterkunft: "Comó Exclusive" 

Wetter:  23 Grad, sonnig


Das ist so eine schöne Unterkunft: Großes Grundstück, zwei offene Pforten, und schon ist man am Strand für ein Morgenbad. In Reih' und Glied die Liegen für die Badegäste, die sind dann wohl auch für uns? 
Helmut ist schon aus dem Wasser, René spaddelt noch, begrüßt die eingetroffene Senora mit einem freundlichen Buongiorno, bekommt aber als Antwort ein deutliches "Prego!" Das heißt für uns: bitte das Grundstück verlassen, IMMEDIATAMENTE! Das beantwortet die Frage - dieser Liegenstrand ist nicht für Hausgäste bestimmt!
110 km bis Rom? Zu schaffen, aber doch besser in zwei Etappen. 
Wasser und Kirschen aus dem Supermarkt, dort treffen wir ein Radlerpaar aus Rostock , die eine Rundtour durch das Land machen.

Wir fahren auf kleineren Straßen und befinden uns bald auf dem Radwanderweg EV7. Wenig Verkehr und meistens angenehmes Radeln. Danielo ist mit dem Rennrad und spartanischem Gepäck unterwegs. Wir fahren einige Zeit zusammen und haben eine  lustige Unterhaltung in einem   Café, auf englisch.

Wir fahren am Rand und durch das Naturschutzgebiet "Parco Nationale del Circeo". Die Gegend erinnert an die Holsteinische Schweiz - etwas hügelig, links und rechts saftiges Grün und schmale Straßen, wo die Bäume einen grünen Tunnel bilden. Viele Vögel begleiten uns mit ihrem Gezwitscher und Getschilpe! 
 Die Landschaft verändert sich und erinnert mit bewachsenen Dünen etwas an Sylt. Wir fahren auf einer kilometerlangen Landzunge, links der Strand,  rechts das Seengebiet. Hier kann man einen Wander- und Badeurlaub verbringen!                                                                                                                             Das Gewässer ist sehr fischreich, und es wird mit verschiedenen Methoden Jagd auf sie gemacht. An einem Anlegeplatz liegen viele alte Fischerboote und Kisten mit Netzen; es ist eine idyllische Landschaft! 
Im Ort am Ende des Parks gibt es ein leckeres Eis, und wir treffen drei junge Männer, die mit großen Musikinstrumenten auf dem Rad unterwegs sind zu einem Festival bei Genua.
Unterkünfte gibt es kaum auf unserem weiteren EV7 Weg, wildes Campen ist angesagt (Frage:Wo die Akkus laden?),  da ergibt sich doch noch ein Zimmer in Aprilia, die Stadt größer als vermutet.                         Wir haben noch etwas Brot und Käse, können uns im Frühstücksraum niederlassen und den Kaffee-Automaten voll nutzen, auf ein Restaurant haben wir 0 Bock!




"Villa degli Squali Suite Home" bietet einen Grillplatz mit Tisch-
ideal für das Frühstück am Morgen ! Das Blaue da hinten ist das Meer!


... danach springen wir noch ins Wasser -
vermutlich wird es das (vorerst) letzte Bad sein!
Unsere weitere Reiseroute führt durchs Landesinnere!


Vor dem Supermarkt sehen wir die Fernradler Ines und Udo aus Deutschland:
 sie radeln rund um Italien 
und möchten in Neapel ihre Tochter treffen



Lungomare di Sabaudia: dieser kleine Fluß verbindet 
den See Sabaudia mit dem Meer


auf der Landzunge zwischen dem See Sabaudia und dem Meer  
führen steile Holztreppen zum Strand


plötzlich werden wir von einem Rennradler aus Verona angesprochen-
es entwickelt sich ein nettes Gespräch während der Fahrt
und wird fortgesetzt in einer Cafébar im Ort Sabaudia



Helmut segelt gedanklich rüber zum See Sabaudia :-)


kleine Kapelle am Ortsausgang von Sabaudia


... uns begeistern immer wieder diese Baumalleen


Fischerboote und Hobbyangler: 
dieser Kanal verbindet den See Monaci und Flüsse 
aus der Umgebung mit dem Meer





Spezialangel mit Fangnetz, was ca 2x pro Minute aus dem Wasser gehoben wurde


wer kennt diesen Fisch?

... nun wird es spannend: 3 Musiker machen Pause vor "unserer" Eisdiele.
Sie kommen aus Frankreich und sind mit dem Zug nach Süditalien gefahren.
Ihr Weg führt sie nun in den Norden nach Genua zu einem Musikfestival


Rad Nr 1: im Anhänger der Kontrabass und auf dem Gepäckträger die Kleidung;
vorne in der Apfelsinenkiste sicherlich Früchte (haben wir nicht hineingeschaut)


Rad Nr. 2 hat vorne das Gepäck und hinten auf dem Gepäckträger das Akkordeon!
Rad Nr. 3 können wir nicht beschreiben...


... nun wird es ernst: diese beiden Italiener treiben Sport!
Der rechts Sitzende macht eine Art Klappmesser Übung,
der links Liegende ist in der Entspannungsphase :-)
(Helmuts Lieblingsübung beim Yoga)

Sonntag, 25. Mai 2025    17. Radltag

Castel Volturno - Terracina: 96 km, 370 hm

Übernachtung in der Unterkunft:

"Villa degli Squali Suite Home" 

Wetter:  22 Grad, sonnig, 25 km/h Westwind



Heute sind  wir schon früh hoch. Eine lange Strecke wartet auf uns.Wir sind froh, aus den vorstädtischen Straßen herauszukommen, auch wenn wir auf der Nationalstraße fahren müssen. Es gibt nicht so viel Verkehr, oft haben wir einen Streifen am Rand. Die Kornfelder sind schon   abgeerntet, unter großen Zelten reifen verschiedene Früchte. Melonen, Erdbeeren, Gurken, Kartoffeln, Sellerie, usw. sehen wir auf den Feldern.  Es gibt viele Olivenbäume und Weinstöcke  links und rechts. Die Straße ist unterschiedlich „gut“. Da!  Ein Radweg ! Wir fahren rüber, und warum drängt sich der alte Song auf „Im Wagen vor mir fährt ein junges Mädchen“  Ach ja, ja, der Refrain: Ratta, Ratta, Rattatatata…

Der Weg ist mit grobem Beton aufgeschüttet  und  wohl nur mit der Harke verteilt worden. Schleunigst geht’s zurück auf die Fahrbahn. Die Küste und viele Strände liegen links von uns, vorbereitet auf die Saison mit Sonnenschirmen und mit Liegestühlen. Es ist Wochenende! Das merkt man auch  an den   vielen Motorradfahrern, die jede Lücke nutzen und meistens mit einem Affenzahn angebrettert kommen.

Eine leckere Pause mit Latte Macchiato, Croissant und frischen  Erdbeeren nutzt Helmut, um seinen Akku nachzuladen. Wir finden eine einladende Unterkunft direkt am Strand, deshalb schrammen wir dicht an den ersten 100 Tageskilometern vorbei! Ein Bad rundet den Abend ab!



Castel Volturno: 9:30 Uhr, die Reise geht weiter ...


Pescopagano: Artischocken werden am Straßenrand gegrillt


Wassermelonen, Erdbeeren und Kirschen gefällig?


... oder doch lieber Fische und Muscheln mit auf die Reise nehmen?



Pferd / Wagen  und Kutscher auf dem Weg nach Cellole


Aquädukt Vespasianum


Gaeta:  italienisches Segelschiff ist der Magnet für viele Interessierte am Sonntag


Strand neben dem Parco Naturale Promontorio 


Licht am Ende des Tunnels - endlich !


Erdbeeren und Latte Macchiato nach 70 km zur Belohnung


Sant´Antonio: beim heutigen Wind bringt das Kitesurfen Spaß
(siehe Foto oben und unten)



Terracina: Küstenblick zurück in Richtung Sperlonga


Radweg Terracina: Familienkutsche auf 4 Rädern quetscht sich am Zweirad vorbei :-)


Terracina Strand: oh wie schön ist ... 
Baden im Meer (ganz schön kalt!)



Samstag, 24. Mai 2025    16. Radltag

Pompeji - Castel Volturno: 71 km, 360 hm

3 stündiger Besichtigungsstopp im Archäologiepark Herculaneum in Ercolano

Übernachtung in der Unterkunft "La Vela" 

Wetter:  24 Grad, überwiegend sonnig



Wir haben heute noch Einiges vor, trotzdem lassen wir es entspannt angehen. Das Herculaneum, mit neuerem Namen Erculanum, ist uns sehr empfohlen worden. Diese kleine Stadt ist zeitgleich mit Pompeiji vom Vesuv zerstört worden. Von unserem Appartement sind es nur wenige Kilometer, und so kommen wir vor 12 Uhr dort an. Für die Fahrräder mit dem ganzen Gepäck finden wir nach Querelen einen bewachten Parkplatz, Helmut kann sogar seinen prall gefüllten Rucksack abgeben.
Die  Stadt Herculaneum ist viel kleiner als Pompeji, die Häuser sind nicht ganz so zerstört, bei einigen sind sogar die Ziegeldächer erhalten geblieben, welche in Pompeji  durch Gesteinsbrocken zerschlagen worden sind. Leider stimmt der gekaufte Plan oft nicht mit den Kennzeichnungen an den Gebäuden überein, so dass man nicht ganz orientiert ist. Der Gang durch die Ruinen zeigt einige Wandmalereien, es gibt  auch einige wenige Plastiken. 
Die Ruinen  sind zum Teil zweigeschossig, einige Kultstätten sind zu erkennen. Insgesamt sind wir aber eher enttäuscht; wir hatten mehr Wandbilder, erkennbare Kultstätten und das zeitgenössische  Handwerk erwartet. Deshalb sind wir schon nach knapp drei Stunden  "durch" und können uns auf den Weg nach Norden machen, bisher noch ohne Zielort.  Wir wissen  ja nicht, wie schnell wir vorankommen!?
Die ersten Kilometer geht es gut auf der Nationalstraße, doch je näher wir den südlichen Außenbezirken von Napoli kommen,  desto schlimmer ist der Straßen"Belag"! Über lange Strecken mit riffeligen schwarzen Steinen belegt, ca. 40x60 cm. Das könnte ja ein guter Belag sein, aber nicht mit den vielen Wellen und Löchern, teilweise ist der Asphalt mit hohen Kanten geflickt - es ist eine einzige Buckelpiste! Endlich kommt von Helmut  der Jubelarm: Jetzt gibt's Asphalt! Vielleicht 500 m, dann geht die Hoppelfahrt wieder los, insgesamt leiden wir über 10 km! Reihenweise liegen an einigen Stellen noch die Überreste der vergangenen Feuerwerksparty, doch wir sind erleichtert, jetzt wieder glatte Straße zu haben, wenn auch am Rand viele Löcher und Risse überwunden werden müssen. Unerklärlich: einige Straßen sind total clean, bei anderen sind mindestens drei Glas-  und Plastikflaschen, Dosen und Tüten auf den Meter zu sehen. 
Wir sind froh, endlich die große Stadt durchquert zu haben und den nördlichen Außenbezirk von Neapel zu verlassen. Links und rechts befinden sich schon abgeerntete Kornfelder, Kartoffeln und Tomaten unter großen Planenbögen.
Wir finden eine preiswerte Unterkunft, und heute bleibt die Küche kalt!



Herculaneum - ähnlich Pompeji, 
z.T besser erhalten (liegt 15 km nördlich von Pompeji)


ein fast 2000 Jahre altes Fischerboot - unter der Vesuvasche gefunden

 

mosaikverzierte Gebetsstätte


Mosaikabbildung (Frau mit Hirsch), ca. 1,5 m2 groß


hier werden Unterschiede deutlich:
im Herculaneum haben einige Häuser komplett den Vulkanausbruch "überlebt"
(siehe auch nachfolgende Fotos)






Marmorrelief (ca 1 m2 groß)




2000 Jahre alter Ausschank mit heutigen Wohnhäusern im Hintergrund


unsere Neapel Durchquerung mit den Rädern gleicht einem Himmelfahrtskommando !
Foto: Autobahn überspannt einen Teil der Innenstadt Neapels


diese Stinker (2 Takter APE) trifft man oft in Neapel


Freitag, 23. Mai 2025    2.Ausflug mit dem Zug von Pompeji nach Neapel

Unterkunft:  Domes Annae 

Welch ein Tag! Eine Stadt voller Emotionen, das Endspiel um die Fußball-Meisterschaft der Seria A steht an! Die ganze Stadt geschmückt, überall die hellblauen Trikots mit „Buitoni“ - Werbung vom SSC Napoli.


Aber das für uns Wichtigste: Das archäologische Museum! Gestern  war die Barockkirche  „Gesù Nuova“ schon geschlossen, eine der schönsten Italiens. Sie liegt im gleichen Stadtteil wie das Museum und hat heute geöffnet.  Wir sind nicht enttäuscht, wir müssen sie gesehen haben.        Von außen gar nicht als Kirche erkennbar, da die Kuppel in der Mitte liegt, und der Platz von einem aufragenden Denkmal beherrscht wird.Die romanischen Bögen des Daches wiederholen sich in den Seitenschiffen. Bögen und Säulen sind mit Ornamenten bemalt, dazwischen Bilder der biblischen Geschichte. Im Hauptaltar zwischen vier Säulen „schwebt“ Maria als Statue, Engel schauen zu ihr auf. Das große Kreuz und Leuchter sind vergoldet. Es gibt zwei gegenüberliegende Orgelregister. 

Dann geht es zum Museum, dessen Besuch uns von neben uns wohnenden älteren Archäologenehepaar sehr empfohlen werden ist; wir wären aber sowieso hingegangen.


Welch ein Auftakt! Gleich nach dem Eingang empfangen uns  die Standbilder Pferd und Reiter aus Marmor und aus Bronze in Lebensgröße, komplett erhalten. Danach gibt es einige Statuen von Herrschern und Gottheiten, es begegnen uns Herkules und Achilles, Titus und Travian, Aphrodite und Demeter, aber auch Darstellungen unbekannter Frauen und Männer.

Der Aufstieg in das höhere Stockwerk wird von einem riesigen steinernen Löwen bewacht. Für das ganze Museum braucht man mehr als einen Besuch, so haben wir uns auf die Ausstellung der Ausgrabungen von Pompeji beschränkt. 

Es gibt ein Modell der ganzen Stadt nach der Zerstörung und einen Film, wie die einzelnen Schichten der Vulkanasche seit dem 18. Jhdt. freigelegt worden sind. Unglaublich, welche handwerks- und bildnerische Kunst vor 2000 Jahren schon bestand!  Durch die Asche ist alles gut konserviert worden. Es gibt Glasschüsseln und -flaschen, Keramikgefäße und eiserne Kochgeschirre, Türschlösser mit Schlüsseln! Rüstungen und Waffen, wie wir sie aus Filmen kennen. Unvorstellbar, welche tollen Gemälde mit unterschiedlichsten Darstellungen erhalten sind, und Mosaike als Bilder, Muster oder Fußbodenmosaik. Am besten schaut man sich das selbst an!


Wir müssen durch die Altstadt zurück zum Bahnhof Garibaldi, also einmal quer durch. Das ist eine Tour durch eine Stadt im Ausnahmezustand!!! Die „Blauhemden“ beherrschen die Stadt, es wird getanzt und gegrölt, Pressluftfanfaren machen Ohrenschmerzen, es gibt laute Musik, und die Massen schieben sich durch die Straßen, durch die auch noch Motorroller  durchflitzen. 

Wir hatten überlegt, bis nach dem Spiel zu bleiben, um mit den Napolitani die Meisterschaft zu feiern, aber das wäre zu spät geworden. Es geht also gegen 20 Uhr nach Hause, denkste!!!

Die Bahn streikt, unser Zug gecancled. Nicht 19.57 Uhr , nicht 20.27, doch 20.57 Uhr…neee, auch nicht. Einige auch betroffene Spanierinnen raten uns, zur Info zu gehen - ob die noch auf hat?

Claro, Feierabend, aber am Schalter bekommen wir ein Ticket einer anderen Zuggesellschaft. Von Pompeji Scavi müssen wir zwar noch einen 2,5 km Fußweg machen, kommen aber wenigstens an. Das Spiel ist jetzt zu Ende, Napoli flippt total aus mit Bengalos und Feuerwerk, aber auch in Pompeii ist stundenlanges Feuerwerk gehortet worden- alles muss in die Luft!

Glückwünsche an Napoli! 




Chiesa Gesù Nuova




Nationales Archäologisches Museum 



einige Collagen aus den Ausstellungen des Museums ...




Astronomische Uhr am Platz Dante e L´ eguazione del Tempo


...die Pizzen haben leider nicht geschmeckt!
Dafür gibt es um 22 Uhr in der Unterkunft noch einen leckeren Salat!






Donnerstag, 22. Mai 2025    Ausflug mit dem Zug von Pompeji nach Neapel

Unterkunft:  Domes Annae 

Gestern einen sehr lohnenden, aber anstrengenden Tag in Pompeji gehabt, heute nicht weniger anstrengend ein Sightseeing- Tag in Neapel. Mit der Bahn kommt man in ca. 40 Minuten von hier nach Napoli.

Es ist eine sehr laute und chaotische Stadt, besonders was den Verkehr angeht. Jede(r ) fährt, wie man will und nutzt jede Lücke. Vorfahrt? Kenn ich nicht, ich bin immer vorn! Eine große Straße überqueren? Null Problemo, bei einer kleinen Lücke einfach losgehen.

Napoli hat arme und verslumte Viertel, es gibt viele kleine Geschäfte mit verschiedensten Angeboten. Im Reiseführer steht, dass Neapel die höchste Bevölkerungsdichte Europas aufweist, die ihren Tribut fordert… 

Wir gehen durch  DIE Touristenstraße von Tribunali, ein Geschäft neben dem anderen und Straßenverkauf: Kitschmagnete, Nippes-Schmuck, Keramik; viele kleine Restaurants und Imbisse. Ganz heftig wird ein Kult mit dem „Halbgott“ Maradona getrieben.  Magnete, Bilder, Socken, Tücher und Fähnchen mit seinem unterschiedlichen Konterfei werden feilgeboten. Dazu kommen Straßenverkäufer für Sonnenbrillen, Handtaschen, Handyhüllen. Es gibt auch viele künstlerisch-handwerkliche Stände, wo Schmuck oder Kunstgegenstände vor Ort gefertigt und verkauft werden.  Es ist überall sehr laut vom Verkehr und den Leuten. 

Ruhe finden wir in den Kirchen; sie sind ganz unterschiedlich im Baustil und Einrichtung.  Besonders gefallen hast uns die Santa Chiara. Links und rechts werden die Seitenschiffe durch Bogenarkaden abgetrennt. Dahinter sind Heilige als  Plastik oder Bild mit ihren Lebensläufen und Daten dargestellt. Besonders schön ist die Darstellung von „Schneewittchen im Glassarg“; natürlich ist hier eine jung verstorbene Adelige gemeint.


Wir haben ein Ticket für eine Hop On - Hop Off Bus- Rundfahrt gebucht. Der Bus bringt uns ein Stück weiter, wir entdecken die Stadt aber doch überwiegend zu Fuß und fahren dann einmal den gesamten Rundkurs mit Erklärungen ab. Wir sehen interessante Bauten, Paläste, Kirchen, Burgen, die erklärt werden. Daneben besonders in Wassernähe sehr schöne mit Stuck und Säulen verzierte Wohnhäuser, und dann geht es an der Küste entlang, in Sichtweite das Maradona-Stadion, wo am Freitag die Fußball Meisterschaft gegen Inter Mailand ausgetragen wird. Die Stadt ist mit hellblauen Bändern, der Farbe des SSC Napoli, geschmückt. Wir drücken die Daumen - den Plan, bis zum Spielende in Neapel zu bleiben, haben wir aufgegeben, da erst um 20.45 Anstoß ist. Wir fahren am Geburtshaus der Sophia Loren vorbei (Erinnerung an Jugendträume!) Und machen am Ende einen Fotostop; wir haben einen Blick auf Neapel, den Vesuv, Salerno und sehen Capri (ohne rote Sonne).

Wir enden am Hafen, wo zwei riesige Kreuzfahrtschiffe liegen, und machen uns auf den Weg, noch einmal durch die verwinkelte Altstadt mit schmalen Gassen, wildem Verkehr und vielen Geschäften bis zum Bahnhof Garibaldi (Freiheitskämpfer im 19. Jhdt.). Vorher nehmen wir im phantastischen Einkaufszentrum „Galeria Umberto“ einen Latte Macchiato unter toller Kulisse zu uns. Das riesige Gebäude mit verschiedenem Stuck und Säulen und Verzierungen an Wänden  und Giebeln ist ab 1890 gebaut worden. Die Decke eine Stahlkonstruktion mit Glas, wie wir es von einigen Bahnhöfen der 1920ger Jahre kennen. Der Fußboden ist mit unterschiedlichsten Mosaikbildern verziert. Es ist ein faszinierendes Schmuckstück der Stadt!

„Zu Hause“ in unserer Unterkunft in Pompeji  (wir haben sie für vier Nächte gebucht) erstmal Schuhe aus -wir haben über 12 km Fußweg hinter uns!



Kostprobe des Neapel Verkehrs


Burg Nuovo - Sitz des Museums Civico


San Gregorio Armeno Strasse


Blick auf den Palast Corigliano


Neapels Altstadt


Stadion Diego Armando Maradona, wo morgen die diesjährige
 italienische Meisterschaft (Neapel gegen Inter Mailand) ausgetragen wird


Sophia Lorens Geburtshaus im Vorort von Neapel


René und Helmut nördlich von der Hauptstadt Kampaniens -
Blick auf Neapel und Vesuv


Burg Ovo im Golf von Neapel


Hafen von Neapel


Platz Municipio:  Eis-Esspause vor dem Theater Mercadante


Neptunbrunnen vor dem Rathaus


Städtische Bibliothek 


Frontansicht der Einkaufspassage Galleria Umberto I


Einkaufspassage - eröffnet 1890 ! (Foto oben und unten)



Kaffeepause in der Einkaufspassage


Basilica Parrocchiale San Giovanni Maggiore (Foto oben und unten)



Vorbereitung zum Fest der Fußballmeisterschaft
(Anmerkung: Maradona wird noch immer vergöttert in Neapel-
er spielte hier und war etliche Jahre Trainer)- siehe auch nachfolgende Fotos




Bahnhof Garibaldi- wir warten auf unseren Zug zurück nach Pompeji

Mittwoch, 21. Mai 2025    Ausflug ohne Räder ins historische Pompeji (ca 9 km zu Fuß)

Übernachtungen in der Unterkunft "Domes Annae B&B"

Wir gehen zurück in das Jahr 79 nach Christus. Der Vulkan Vesuv bricht aus und verschüttet u.a. die Stadt Pompeji. Fast alle 2000 Menschen in der Stadt sterben, in den umliegenden Regionen weitere 14.000. Viele der zum großen Teil prunkvollen Häuser mit vielen Mosaiken und Wandmalereien sind unter der bis zu 25 m hohen Ascheschicht konserviert und sind seit dem Ende des 18. Jhdts. ausgegraben worden. 

Heute erwartet uns also eine Stadt, wie sie vor fast 2000 Jahren bestanden hat. René war schon einmal vor fast  40 Jahren hier, hat aber nur noch rudimentäre Erinnerungen.                                                     Wir stehen früh auf und nehmen Proviant mit. Von unserer Unterkunft sind es nur 15 min. Fußweg, deswegen bleiben die Fahrräder im Innenhof.                                                                                            An der Kasse  überbrücken wir die Zeit mit einem Gespräch mit einem argentinischen Paar.                       Kurz nach dem Eingang erwartet uns das große Amphitheater mit bis zu 20.000 Plätzen!, leider wird dort gebaut und wir können es nicht betreten. Daneben sind noch die Säulen des angrenzenden großen Palastes mit einem 23x35m großen Pool- hier wurden junge Bürger intellektuell und körperlich trainiert.

Den meisten Häusern fehlt das Dach, welches durch die einschlagenden Gesteinsbrocken,  später durch verrottende Holzbalken zusammengefallen ist. Wir sind erstaunt über die vielen gut erhaltenen Wandmalereien, deren Farben auch nach so langer Zeit noch brilliant erhalten sind.                                 Aus gefundenen Schriftdokumenten konnten viele Häuser ihren BesitzerInnen zugeordnet werden; deren Reichtum und dessen Erwerb wird ebenfalls beschrieben. Es gibt viele Straßenzüge, die mit großen flachen Steinen befestigt sind, für uns aber Stolperfallen, wenn man nicht aufpasst. Der "Bürgersteig" an beiden Seiten ist ca. 30 cm hoch; um die Straße überqueren zu können, muss man gut zu Fuß sein, oder an vielen Stellen den "Zebrastreifen" benutzen. Das sind drei große rechteckige Steine ca. 50x80 cm, die das Queren mit großen Schritten ermöglichen. Die Pferdefuhrwerke und Kutschen nehmen diese Steine zwischen die großen Räder; viele Fahrrillen sind erkennbar. (Bild)                    Links und rechts  sind die  gut erhaltenen Ruinen der Häuserzeilen zu sehen; einige kann man betreten            und die Räume und oft den Innenhof ansehen. 

In einem großen Gebäude sind kleine Alltagsgegenstände und Schmuckstücke  ausgestellt, die mit unglaublicher Perfektion hergestellt worden sind. Die Rolle "Hausfrau" als Managerin des Haushalts und der Sklaven und Sklavinnen, oft auch Prostituierten wird beschrieben.                                                 Es gibt Bäckereien, deren gemauerte Öfen wohl als Vorbild für heutige Pizzaöfen dienen und Wäschereien. Bei der Arena gibt es viele Verkaufstresen für Gerichte und Getränke, die mit bunten Fliesen hygienisch ausgestattet sind. 

Natürlich drängt sich immer wieder die Frage auf, wie die armen Menschen der Stadt gelitten haben mögen. Besonders, wenn man die Abformungen von Leichen sieht. Es sind Hohlräume entstanden, als die menschlichen Körper verwest sind. Diese wurden mit Gips ausgegossen und stellen ein realistisches Abbild der Körper dar.

Das ganze Areal ist riesig, so dass ein Tag nicht ausreicht um alles zu sehen, zumal die Orientierung nach Plan nicht ganz einfach ist. Es ist aber ein unvergleichliches Erlebnis, sich einmal die Welt von vor 2000 Jahren vorzustellen!

















Dienstag, 20. Mai 2025    15. Radltag

Amalfi - Pompeji: 51 km, 650 hm 

Übernachtungen in der Unterkunft "Domes Annae B&B" für 3 Tage !!

(von Pompeji machen wir auch Ausflüge nach Neapel)

Wetter:  21 Grad, teils sonnig, teils bewölkt mit etwas Regen




Eujeujeu, als Update bekommen wir ein Frühstück im Hotel, nicht Café Latte und ein süßes Hörnchen, sondern Brötchen und Brot, Käse und Salami, eine Schüssel gewürzter Tomaten mit Mozzarella, Müsli und jede Menge Obst, natürlich auch Süßkram. Als alles gepackt und verstaut ist, drängt uns der ältere Chef, der immer noch mit dem Motorroller unterwegs ist, noch Obst vom "Turm" auf, was wir gern annehmen. Schade, Erdbeeren und Kirschen lassen sich schlecht transportieren!

Die Touristen in den Hotels wollen transportiert werden, zum Event Schifffahrt, Sightseeing, An- und Abreise usw. Deswegen gibt es jede Menge Kleinbusse von unserer Spitzenmarke! Wir haben ja nur eine Kurzstrecke von 50 km geplant, na ja, ein PAAR Höhenmeter kommen dazu. Wirklich langsam werden wir nicht  durch die Steigungen, sondern durch die vielen Aussichtspunkte, an denen wir abwechselnd immer wieder anhalten und Fotos machen. Diese Küste ist einfach ein Traum und erklärt auch die vielen Touristen!
Kleiner Tipp am Rande: Am besten eine Schifffahrt an der Küste entlang buchen, und nix Amalfi!

Kurz vor unserem Zielort - Pompei (auf italienisch, hat nichts mit dem Hühnerprodukt zu tun!)- kommen wir durch den Ort "Castellomare" ! Wie im Süden, ganz viele verfallende Wohnhäuser, z.T. aber noch bewohnt, deuten auf große Armut hin; hier sind die Touristen- Euros noch nicht angekommen!
Die Straße ist durchgängig bemerkenswert: Die Berg- und Talbahn vom Rummel mit doppelter Geschwindigkeit! Den Härtetest überstehen unsere Gepäckhalter anstandslos, und so kommen wir in unserer Unterkunft in Pompeji an. Die Hausdame ist freundlich und hilfsbereit, die Radln können wir im Innenhof lassen. Wir können kochen, und- the best- das archäologische Pompeji ist zu Fuß zu erreichen!



wir nehmen Abschied von unserem Hotel Bellevue-
das Frühstück war sehr sehr gut!


auf einem Parkplatz neben einem Obstverkäufer sitzt dieses griechische! Hochzeitspaar.
Die meisten Fotos wurden natürlich mit dem Hintergrund der Amalfiküste gemacht!


Kirche in Praiano


Helmuts Lieblingsfoto des heutigen Tages: der Ort POSITANO 


wir erfrischen uns mit frischgepresstem Orangensaft


ein Treffen mit Cesar, einem Brasilianer, der die Route von
Zürich nach Palermo macht - OHNE E-Bike ! Respekt!


Montag, 19. Mai 2025    14. Radltag

Salerno - Amalfi: 26 km, 380 hm 

Übernachtung in der Unterkunft "Hotel Bellevue"

Wetter:  22 Grad, sonnig        


  

Wir fahren in einem moderaten Bergauf und Bergab an einer der schönsten Küsten Italiens, der Amalfi-Küste,  entlang.  Ganz oft hält der eine oder der andere an, um die schöne Aussicht zu genießen und sie in ein paar Fotos festzuhalten. Huch! - wir sind ja schon da: Im Sehnsuchtsort für Viele: AMALFI!

AMALFI- die Stadt der ZITRONEN !! (zum Teil so groß wie Pampelmusen)

Wunderschön gelegen, teilweise in die Berge gebaut, deren Spitzen von Wolken umgeben sind. Die Straßen sind eng, der Verkehr dicht, jeder will der/die Erste sein, besonders die schweren Motorräder und großen Motorroller. Engstellen werden von der Polizei geregelt, auch an einigen Zebrastreifen muss der nicht enden wollende Menschenstrom unterbrochen werden. So hatten wir uns den Ort mit gerade einmal 4650 Amalfiti nicht vorgestellt. An dem Anleger, der Küstenstraße und den an der Kathedrale vorbeiführenden Touristenstraßen ziehen unvorstellbare Menschenmassen  vorbei, vergleichbar mit dem Hamburger Hafengeburtstag oder Münchner Oktoberfest.  Neben vielen Pauschaltouristen gibt es ganze Schulklassen und Reisegruppen, die einem Fähnchen oder Schirm folgen. Es scheinen alle Nationalitäten vertreten zu sein, viele sprechen englisch und kommen von weit her. Wir haben wohl ein Alleinstellungsmerkmal:  Jaaa, mer san mitn Radl da!                                                                                 In unserem Hotel werden wir sehr freundlich aufgenommen, die Räder können in der Garage geparkt werden; mit dem Zimmer, leider ohne Meerblick (aber das wussten wir vorher!), sind wir gut zufrieden. Unser Plan wird umgesetzt: Kurz ins "Dorf" radeln, die Kathedrale aus dem 11. Jhdt. mit berühmter Krypta besichtigen, den Ort ansehen, und dann noch an den Strand - Badezeug ist dabei!

Die Anlage der Kathedrale ist einzigartig, jahrhundertealte Wandgemälde sind z.T. noch sehr gut erhalten. Die unterirdische Krypta begeistert durch viele Säulenbögen, die mit Intarsien ausgelegt sind, und Deckengemälden. Den Mittelpunkt bildet ein "Altar" mit der bronzenen  Figur des Heiligen Andreas, dessen  Grabstätte mit Reliquien von ihm diese Krypta ist. Sie hat starke Ähnlichkeit mit der des hlg.  Matthias in Salerno.  Der Dom ist trotz der vielen Touristen nicht überlaufen.

In den Einkaufsstraßen herrschen Geschäfte mit den landestypischen Dingen wie Keramik, Schmuck und  Mode und Nippes vor. Sehr viele Gelaterias, die u.a. Eis in gefüllten riesigen Zitronenhälften verkaufen (10 €), und sehr viele Restaurants.                                                                                       Dann geht es an den kleinen Strand, gut besucht; René erstmal in die Sonne, Helmut gleich ins Meer. Nach einer Stunde dann Aufbruch zur Suche nach einem Restaurant, was leicht war. Dort haben wir ein älteres US- Ehepaar als Gesprächsnachbarn. Der Rest des Abends geht drauf mit Orga und Blog.

Bonna Notte!


der Ort Amalfi kündigt sich an


Amalfi


Amalfi von der westlichen Seite, wo unser Hotel liegt


vor dem Anlegesteg versammeln sich Touristen, die mit den Booten nach
Capri, Positano oder zur Grotte Smeraldo möchten


vom Anlegesteg Blick auf Amalfi


Amalfi: Altstadt und Dom


Dom von Amalfi (vom Hauptplatz aufgenommen)


nach einem kurzen Sightseeing der Altstadt
gehen wir zum Strand und schwimmen eine kleine Runde


Sonntag, 18. Mai 2025    Pausetag in Salerno

Übernachtung in der Unterkunft "Affittacamere Central Concordia"

Wetter:  21 Grad, sonnig, nachmittags heftiger Wind

Radpflege : Kette und Umwerfer ölen, Helmuts Rad benötigt neue Bremsbeläge (hinten)

Heute (Ruhetag!) ist richtig Ausschlafen angesagt! Unser Programm: Fahrräder überprüfen und pflegen, bei Helmuts Radl die Bremsbeläge erneuern. Das Wetter ist sonnig, aber ein kalter Wind. Dann lieber erst die schönen Plätze der Stadt besichtigen! Bei (angesagtem) Regen kann man immer noch die Räder machen.

An der "Hafenstraße" kommen uns viele RadlerInnen, groß und klein, entgegen - es ist ein Fahrrad-Demo-Tag, veranstaltet von Peugeot... :-)

Es ist unglaublich was los auf den Straßen. Eine Gruppe junger Frauen (Junggesellinnenabschied: so ein Wort gibt es wohl nur im Deutschen!) kommt uns entgegen. René bittet um ein Foto, dem kommen die Mädels gerne nach. Wenig später bekommt René eine Girlande umgehängt und die Braut in spé möchte ein Foto - aber gerne doch!                                                                                                                             Auf unserem weiteren Weg in die höher gelegene Stadt kommen wir durch Parks und belebte Piazzas. In einem Park werden Spiele für Kinder an verschiedenen (selbst gebauten?) Stationen angeboten und von diesen begeistert angenommen. 

Wir kommen zur Kathedrale, von der wir gestern nur den Innenhof gesehen haben, weil wir zu spät dran waren. Der Besuch lohnt sich! Das Mittel- und die beiden Seitenschiffe mit den Apsiden sind so detailreich, dass man sich in den Einzelheiten verliert. Sowohl die Malerei als auch die vielen Figuren  z. B. an den Kapitelen der Säulen sind einzigartig. Geht man die Treppe nach unten, in die Krypta, kommt man in einen riesigen Raum voller Säulen mit herrlichen Intarsien und biblischen Gemälden an den Decken. Diese Räumlichkeit ist dem heiligen Matthäus gewidmet. Die Geschichte der Kathedrale reicht bis ins 12. Jhdt. zurück.

Zurück "zu Hause" widmen wir uns den Fahrrädern.  Am Abend sind wir stolz auf uns: Fast 13.000 Schritte! ... und morgen geht's nach Amalfi, der Berg ruft :))


Junggesellinnen-Abschied,
wir begegneten diesen Damen auf der Promenade


eigentlich hätte René unterschreiben müssen...
das war aber schlecht kommuniziert :-)


... klassische Musik auf der Promenade


... heute wäre eine Raddemo gewesen, 
die wir leider verpasst haben... (Foto oben und unten)



Salerno: der "Rest" des Castellos di Arechi thront oben auf dem Berg


Hafen von Salerno


... heute ist Badetag!


Gasse in der Innenstadt von Salerno


Salernoer Dom  (Innenansichten, siehe auch Fotos unten)




Krypta des Domes mit Grab des heiligen Matthäus


Samstag, 17. Mai 2025    13. Radltag 

Paestum - Salerno:  36 km,  60 ! hm 

Übernachtung in der Unterkunft "Affittacamere Central Concordia"

(mit Kochherd und Waschmaschine :-))

Wetter:  21 Grad, sonnig, heftiger Wind



Nach einem  ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse (eigentlich hätten wir schon um 10 Uhr raus sein sollen, so wird es 10.40) machen wir uns auf den Weg - wir haben Zeit, es sind nur wenige Kilometer, immer parallel zur Küste. Wir machen Abstecher zum Strand und sind entsetzt, wie viel Müll fast überall herumliegt oder abgeladen ist. Matratzen laden nicht zum Ruhen ein, Kühlschränke, Schrankteile, Müllbeutel, Flaschen, Autoreifen...hier ist das Umweltbewusstsein nicht sehr ausgeprägt. Einige Strandabschnitte sind aber sehr aufgeräumt und für die Sommergäste schön hergerichtet. Vereinzelt sonnen sich schon Leute am Strand, aber zum Baden ist es ihnen zu kalt. René und Helmut schließen sich der Frostködel-Fraktion an, denn es weht auch ein scharfer und kalter Wind!

Schon früh kommen wir  in Salerno an, erstaunt über die vielen Hochhäuser in einer mittelgroßen Stadt von 120.000 Einwohnern. Wir finden unsere Unterkunft in einem sehr großen Haus mit vielen Wohnungen im Zentrum und werden von unserer Gastgeberin zwar sehr nett empfangen, allerdings dürfen wir die Räder nicht mit in die Wohnung nehmen, aus Sorge vor Schrammen. Sie vermittelt uns eine Garage, die aber 20 € pro Fahrrad haben will - besser als weg! (sie warnt uns, die Räder auf der Straße nachts zu lassen). 
Am späten Nachmittag schauen wir uns einige Bauwerke an und staunen über tolle Häuserfassaden und schmale und verwinkelte Gassen. Es sind unglaublich viele Leute unterwegs, die Gastronomie hat gut zu tun und die Geschäfte hoffen auf guten Umsatz. Recht spät kommen wir in unserer Unterkunft an.

Die Wohnung ist sehr schön mit gut ausgestatteter Gemeinschaftsküche, so dass wir am Abend kochen können. Wir haben polnische Gäste, aus dem Kosovo, am nächsten Tag ein Grieche, der in Schottland lebt, also bunt gemischt, und wir kommen mit allen auf englisch oder mit Händen und Füßen ins Gespräch.



Fischer am Golf von Salerno (Rick´s Beach)


der gleiche Ort wie oben, René friert und nimmt deshalb kein Bad 


Diskussion unter Arabern am Strand


wir überqueren den Fluß Sele auf halbem Weg nach Salerno


auch hier überholen uns grüßend die Rennradler


Angler feiern am Strand das Wochenende


Salerno in Sichtweite


Fischerboot vor kleinem Hafen in Salerno


Salerno: Piazza Flavio Gioia


Salerno: Dom mit Innenhof

Freitag, 16. Mai 2025    12. Radltag 

Pisciotta - Capaccio Paestum:  71 km,  710 hm 

Übernachtung in der Unterkunft "Lume Laura Rooms"

Wetter:  bis 12 Uhr Regen, 18 Grad und heftiger Wind, nachmittags sonnig


Frühstück inclusive, bisher immer ein Latte macchiato und ein süßes Hörnchen (Schoko, Crema, Pistazie), doch bei Luigi in der alten Mühle gibt es viel mehr: Müsli, Tomate + Mozzarella, gekochte Eier, warme Brötchen usw.

Fertig gepackt, schleppen wir unsere Taschen mit langen Armen 133 Stufen nach unten. Luigi kommt mit, in der Nacht ist ein Auto in sein Garagentor gefahren, wir kriegen es nicht ohne Hilfe auf. Mit drei Mann und Hammer und  Meißel werkeln sie herum, fast eine Stunde. Endlich geht es auf, wir bekommen unsere Fahrräder, und es beginnt zu regnen. Blöd, wir fahren nach oben ins Dorf und wollen bei einem Cappuchino abwarten. Dann ziehen wir doch die volle Montur an: Jacke, Regenhose, Gamaschen, Überzieher fürs Gepäck und fahren los. Der Erfolg?  Nach kurzer Zeit hört der Regen auf. 

Er kommt auch nicht wieder, und wir fahren stetig bergauf, bergab, bergauf...genießen die schönen Ausblicke und erfreuen uns an der bunten wilden und gepflanzten Blütenpracht auf dem Weg. Wir kommen ins Schwitzen und ziehen die Regenklamotten aus. In manchen Dörfern gibt es wieder verlassene Häuser und Ruinen, andere sind gepflegt mit schönen Vorgärten. Es weht eine steife  Brise, die immer mehr auffrischt. Am höchsten Punkt, im Ort Rutino (410 m), legen wir eine kleine Pause ein. Danach gehts 400 Höhenmeter bergab! Wir müssen auf die Überhitzung der Bremssysteme achten. Ganz unten am Strand gibt es eine Esspause, und wir beschließen, uns die antiken Tempel in Paestum anzusehen.

Wir sind begeistert von der Stätte mit drei gut erhaltenen Tempeln der Griechen von vor 500 Jahren vor Christus.  Jetzt brauchen wir noch eine Unterkunft : schnell bei Booking gefunden und gebucht, es gibt aber große Probleme, sie wirklich zu finden. Endlich kommen wir 20 Uhr an - für heute reicht es wirklich!

Wenn euch unser Blog gefällt, freuen wir uns über eine kleine Rückmeldung! Gute Nacht!


Frühstücksraum im Keller der Unterkunft Casa Sul Blu 


Casa Sul Blu Albergo: in dieser Mühle lief bis ca 1950 ein Esel im Kreis


Ohje- wie kommen wir jetzt an unsere Räder ... !


Luigi ist ein Engel und ein sehr netter Gastgeber


auf halber Berghöhe ziehen wir die Regenklamotten aus,
aufgrund einer Baustelle gibt es sehr wenig Verkehr !


die alte Burg von Enotria


Kirche von Rutino


die Landschaft ist in diesem Naturschutzgebiet großartig


Agropoli: wir sind wieder am Meer und legen eine Esspause ein (Foto oben und unten)



Paestum: Tempel Nettuno



Paestum: Tempel Athena


Blumenschmuck in ehemaliger Wasserleitung


Donnerstag, 15. Mai 2025    11. Radltag 

(eigentlich ein Pausetag- wir wollten die Unterkunft wechseln, um eine Kochgelegenheit zu haben)

Palinuro - Pisciotta:  15 ! km,  250 hm 

Übernachtung in der Unterkunft "Casa Sul Blu Albergo (ehemalige Ölmühle)"

Wetter:  ab 12 Uhr Regen, 19 Grad


Was sind wir doch für Glückspilze! Die Tour von dem kleinen Ort Palinuro bis Salerno ( 109 km und über 1000 Höhenmeter ) hätten wir uns zwar zugetraut, aber besser doch splitten. Deshalb für heute nur eine kurze Strecke, dann wird es morgen weniger. Goldrichtig! Als wir in unserem Bergdorf mittags ankommen, fängt es an zu regnen. Komoot zeigt uns den Weg, und da stehen wir vor einer ellenlangen Treppe. Hier alles hochschleppen? Zwei ältere Damen sind uns behilflich und rufen Luigi, unseren jungen Gastgeber herbei, der fließend englisch spricht. Die Räder kommen in die Garage, wir nehmen nur das Nötigste mit, und nach 133 Stufen kommen wir in unserer Ferienwohnung an. Sie ist in  einer restaurierten alten Mühle, liebevoll eingerichtet. Großes Zimmer mit Doppelbett und Balkon, Küche, modernes Bad. Was war das für eine Mühle? Wasserkraft, Wind?            Nein,  Esel  :(
Noch schnell einkaufen, die Geschäfte machen von 13 bis 17 Uhr Mittagspause. Wir fragen einen älteren Herrn nach dem Weg, er antwortet auf englisch, war einige Zeit in Norddeutschland in Bad Segeberg und spricht etwas deutsch. Lustig, er ist der Vater von Luigi!

Wir haben eine tolle Aussicht auf die andere Dorfseite, die Berge bis 600 m und das Meer. In der Ferne auf einer Halbinsel blinkt am Abend ein Leuchtturm, und bei unserem selbst gekochten Mahl auf dem Balkon sausen zig Schwalben bis auf Armeslänge an uns vorbei. Es ist ein entspannter Tag in dieser Idylle, trotz der 3x 133 Stufen! Der Regen ist vorüber, hoffentlich  auch morgen nicht so viel! 



Bergdorf Pisciotta


hier möchte Helmut nicht mit einem Rollkoffer hochsteigen :-))
(Gott sei Dank hat er ja auch keinen dabei ...)


Gemüseladen und Verkäuferinnen


diese Katzen haben vor unserem Quartier Asyl erhalten


auf dem Weg zum Supermarkt treffen wir den Vater von unserem Herbergsleiter


Eingang zu unserem heutigen Quartier


Blick auf die Küste: wir sitzen am Abend auf dem Balkon ...


... und genießen unser Abendessen

Mittwoch, 14. Mai 2025    10. Radltag

Maratea - Monte San Biagio (Christusstatue) - Palinuro:  71 km,  990 hm 

Übernachtung in der Unterkunft "Villa delle Muse (Musikhaus)"

Wetter:  sonnig 19 Grad


"Das ist die Attraktion der Gegend, einmalig, solltet ihr unbedingt ansehen", rieten uns Schweizer Mitbewohner in Scalea. Es ist klar, es geht steil auf die Bergspitze- aber gut gefrühstückt mit Latte Macchiato und einem süßen "Cornetto" und zwei gut gefüllten Akkus machen wir uns auf den Weg. Noch ein paar hübsche Bauten in Maratea angesehen, ein kurzer Blick  in die schlichte Kirche, und schon geht's nach oben. Auf uns warten diverse Serpentinen und Haarnadelkurven! Zwischendurch ein kurzer Halt, der Ausblick von oben ist grandios! Nach 30 Minuten kommen wir bei der Christusfigur an, die ähnlich wie die Cristo Redentor (Christus, der Erlöser) Statue in Rio de Janeiro ist, jedoch kleiner: 21 Meter hoch, gebaut 1963 bis 1965, 40 Tonnen schwer - sie macht schon einen gewaltigen Eindruck, der "Aufstieg" hat sich gelohnt! Wir verbringen reichlich Zeit mit dem Blick in die umliegenden Berge, dem felsigen Küstenstreifen, freuen uns, die Tunnelausfahrt der Bahn entdeckt haben, wo wir am Tag zuvor herausgekommen sind. Einige Zeit noch die Ruhe genießen, und dann geht's wieder nach unten - Kraftaufwand jetzt nur in den Händen vom Bremsen!

Wir haben uns noch kein Tagesziel vorgenommen, da wir den Zeitaufwand vom Christus-Ausflug nicht absehen konnten. Es geht Richtung Norden auf der Bundesstraße, wir besuchen die Hafenstadt Sapri und bewundern eine Frauenstatue am Hafen.  Unser Navi zeigt uns immer wieder alternative Routen, die aber (nicht absehbar, wenn man nicht ins Höhenprofil schaut) extrem schwierig sein können. Wir lassen es dann doch auf einen Versuch ankommen. Nach einiger Zeit geht es steil bergauf, nach der nächsten Kurve noch steiler (ca.10%) - das muss doch mal eine Ende haben!!! Leider nicht, schließlich müssen wir absteigen und schieben, trotz leichter Motorhilfe (Schiebemodus) sind wir fix und fertig. Wie soll es weitergehen?                                                    

Von unten quält sich ein Radfahrer hoch, es ist Hamish  aus Australien, ein junger Kerl, der  ohne "E" unterwegs ist. Wir haben ein nettes Gespräch, er fährt weiter, und wir - nun ausgeruht - folgen ihm. Bis zum Scheitelpunkt fehlen uns noch 230 Höhenmeter, die wir aber gut schaffen. Dann geht's wieder lange bergab, es wird kälter, also nix mit einem Bad, und wir landen schließlich zum Übernachten im House of Music, einer hübschen Unterkunft mit einer netten Eigentümerin. 

Wir planen den nächsten Tag und schlafen hervorragend!



Maratea: Spaziergang durch die Innenstadt


Blick zurück auf die Stadt Maratea


Küstenstreifen in Blickrichtung Scalea


unser Morgensport zur Christusstatue


sehr eindrucksvoll als kleiner Mensch vor der riesigen Statue zu stehen


diese zwei Pedalierer wollen auch unbedingt aufs Foto


kleine Kirche auf dem Berg San Biagio


nun geht's los - eine entspannte Abfahrt beginnt ca. 11:30 Uhr


letzter Blick auf Maratea vom Monte San Biagio (623 m)


wir erreichen am frühen Nachmittag den Ort Sapri


Sapri: neben der "Landarbeiterin" - so der Name der Statue im Park - 
legen wir eine kleine Esspause ein (Foto unten)



Sapri: Observatorium "Torre la Specular"


Hamish, der junge Australier, zeigt uns, wie man mit einem 
"normalen" Fahrrad einen 10%igen Berg "bezwingt" 


Helmut mit zwei netten Italienern im Dorf Roccagloriosa - 
nach unserem zweiten geschafften Berg am heutigen Tag gibt es wieder viel zu Lachen!


im Ort Celle di Bulgheria versorgen wir uns mit Lebensmittel


ehemalige Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1928


unsere Unterkunft im Musikhaus - überall hängen und stehen Musikinstrumente.
Helmut legt gleich mit einigen Gitarrensongs los!


Dienstag, 13. Mai 2025    9. Radltag

Scalea - Maratea:  55 km - 12 km mit der Bahn, 780 hm 

Übernachtung in der Unterkunft "B&B Dal Maestro"

Wetter: vormittags sonnig 19 Grad, ab 15:30 Uhr Regen





Was für ein Tag! Da wir zwei Abstecher von unserem Weg mit vielen Höhenmetern planen, haben wir noch keine Unterkunft gebucht. Wir wollen die Grotte "Arcomagno" besuchen und darin schwimmen, anschließend  die große Christusstatue auf dem Gipfel bei dem Ort Maratea besuchen, (wenn schon nicht in Rio!) und dann mal sehen ... ob wir noch viele Kilometer schaffen? 
An der Grotte kommen wir auf halbem Weg die Treppe bergauf an eine Sperre,  dafür lädt der Strand zu einem Bad ein, René testet vor, und dann ist Helmut in Rekordzeit im Wasser und schwimmt weit hinaus!
Aber zurück zur Abreise: 
Es geht schon gut los, Helmut findet (wiedermal) Renés 2. Handschuh, den ersten dann etwas später vor der Unterkunft, als wir nochmal zurückfahren.  Wir planen die Straße an der Küste zu nehmen, allerdings erst später, da die Nationalstraße SS18  viel weniger Höhenmeter hat. Dazu kommt es nicht,  die große Straße ist gesperrt, wir fahren zur Alternative - auch die ist nach einigen Kilometern dicht. Was nun? Komoot zeigt nur irrsinnige Lösungen, 30 km Umweg, und das über die Berge! Helmut hat wie so oft DIE Idee:  statt ÜBER Berge zu radeln, fahren wir DURCH die Berge! Und das geht  nur mit der Bahn. Wir kommen in Maratea an, und es regnet in Strömen! Jetzt die Serpentinen hochradeln, egal ob rauf oder runter, brrr. Bei Latte Macchiato warten wir den Regenstop ab, dann zu unserer Unterkunft in Maratea. Es geht endlos bergauf, und zwar steil und kräftezehrend! Und dann die Überraschung:  laaange Treppe und Sperre, also zurück und großen Umweg fahren. Maratea ist ein hübscher Ort, wir bewundern den schönen Sonnenuntergang! Morgen soll es wieder trocken bleiben!


auf dem Weg zur Grotta dell Arcomagno


Spiaggia (Strand) dell Arcomagno


wir müssen die steile Treppe hinauf, um auf die andere Seite des Felsens zu gelangen


... und siehe da: heute ist der Weg zur Grotte versperrt


wir radeln weiter: Blick auf Atrigna


auch das ist Süditalien ... leider gibt es zu viele wilde Müllkippen


die Nationalstrasse SS18 und der Komoot Alternativweg sind (aufgrund von Schäden) abgesperrt - 
wir nehmen als Notlösung den Zug (für eine Station)


unser Tagesziel: Maratea
(wir überbrücken die Regenzeit im Bahnhofscafé)


innerhalb Marateas sind steile Wege angesagt-
dieser Weg endet vor einer Treppe - ohje Komoot!


wir erreichen ca 19 Uhr am Berghang die Altstadt Maratea



... auf dem Weg zum Restaurant ein wunderschöner Sonnenuntergang


Maratea: Brunnen und Rathaus

Montag, 12. Mai 2025    8. Radltag

Amantea - Scalea:  97 km , 660 hm 

Übernachtung in der Unterkunft "Residence Kalispera"

Wetter: sonnig, 19 Grad



Leider gibt es nur sehr wenige Nebenstraßen an der Küste, und wenn, dann enden sie oft im Nirvana! So müssen wir auf der Bundesstraße SS18 fahren. Die meisten Autos halten gut Abstand, und bei LKWs fahren wir rechts ran, wenn möglich. Auffällig ist, dass es ab ca. 250 km vor Salerno viel weniger verlassene Wohnhäuser und Ruinen gibt. Auch der Müll, ganze Müllbeutel, Dosen und Flaschen am Straßenrand wird immer weniger, die ganze Gegend wirkt viel gepflegter.  
An einem langen Küstenabschnitt  gibt es große sandige Badebuchten, durch lange Steinwälle  gebildet.     An vielen Buchten sind Liegen und Sonnenschirme in Reih und Glied aufgebaut, die Touristen werden sehnsüchtig erwartet. In Strandnähe gibt es viele Hotels und Appartementanlagen.
Ganz besonders viel Spaß haben wir bei einer Bachquerung nach ca. 30 km: Durch - oder zurück? Jeder von uns hat seine eigene Art, auf die andere Seite zu kommen....siehe Videos unten!

Nach ca. 50 km gönnen wir uns eine Pause mit Latte Macchiato, die junge Dame am Tresen ist sehr an unserer Reise interessiert, sie war auch schon in Deutschland und kann ein paar Worte deutsch. Sie empfiehlt uns interessante Orte in der Nähe,  die wir aber nicht alle aufsuchen können. In der Kunststadt Diamante  machen wir Halt, statt eines Bades gibt es ein Eis auf die Hand, das erfrischt auch! 

Herrlich ist immer wieder der Blick  auf die Bergorte und das strahlend blaue Meer. Wir planen für die nächsten Tage, auch Badepausen einzulegen. 
Wir hatten manchmal lange Steigungen, die aber gut zu bewältigen waren. Aus geplanten 86 sind durch Abstecher 97 km geworden - die haben wir locker weggesteckt! :-))



Blick auf San Lucido


das Meer bietet an diesem Küstenstreifen etliche geschützte Buchten -
eigentlich ideal zum Schwimmen, was wir aus Zeitmangel aber nicht tun!


wir versuchen auf verkehrsarme Nebenstraßen auszuweichen, 
müssen aber ab und zu durch solche Tunnel 
(Unterführung der Bahngleise)


VIDEO anklicken! Hier könnt ihr sehen, wieviel Spaß Helmut und René auf ihrer Reise haben....


VIDEO anklicken! Premiere und Versuchsballon: unsere ersten Videos in einem Blog !!


... und schon wieder landen wir auf der Nationalstrasse SS18 -
hier mit Verkaufsstand für Keramikartikel! "Alles für 5 bzw 10 €!


Blick auf Capo Bonifati 


Twins Pizza Bar in Capo Bonifati: hier gönnen wir uns Croissants und 2 Latte Macchiato


Giovanna - unsere nette Bedienung in der Twins Pizza Bar


Blick auf den Ort Diamante


Diamante ist bekannt für Wandmalerei und Chilischoten :-)



Diamante mit dem Fluß Torrente Corvino


Diamante mit Wandbemalung (oben) und geschmückter Bar (unten)



Diamantes Promenade an der Steilküste


der linke Herr sieht ziemlich abgekämpft aus... 
aber das Eis baut ihn wieder auf! :-))


Fluß Lao: für uns nach 550 km Radtour der erste Strom mit viel Wasser


Sonntag, 11. Mai 2025    Ruhetag

Spaziergang durch Amantea

Übernachtung in der Unterkunft "Dimore Morelli"

Wetter: vormittags Regen (bis ca 13 Uhr) , danach bewölkt bzw. sonnig, max. 21 Grad

Der Tag fängt ja gut (es regnet!) an, so checken wir im Bett unsere Handys und Fotos, heute ist ja RUHETAG!  Geplant war: Amantea ansehen ( Kirchen, Burg, Straßen...) und mindestens zwei Stunden am Strand und rein in die Fluten. Bei dem Wetter macht das alles keinen Sinn, aber, think positive, wir müssen nicht im Regen radeln!

Gegen Mittag verziehen sich die Wolken, es gibt ein paar Sonnenstrahlen, also auf in die Stadt!

Wir müssen Straßen und Treppen nach oben;  es gibt tolle Ausblicke auf die Stadt, das Meer, in der Ferne im Dunst die Vulkaninsel Stromboli, und ganz oben die Burganlage. Da wollen wir nicht hin, der Aufstieg - es ist Ruhetag! Ein Eiscafé auf dem Weg können wir nicht ignorieren, und dann führt uns der Weg, bebildert mit Kunstobjekten, immer weiter nach oben. Wie schön, was einige Leute aus ihren teilweise verfallenen Häusern mit Pflanzen und Accessoires gemacht haben! Links und rechts zweigen Gänge und Treppen ab, so stellt man sich ein italienisches Bergdorf vor! 

Nun können wir auch gleich noch ganz nach oben zur Burgruine.  Zu allen Seiten entfaltet sich eine wilde gelbe, rosa und lila Blütenpracht!  

Die Burganlage stammt aus dem 13. Jhdt.,  die Kirche gegründet von den Franziskanern. Wir treffen eine Gruppe junger ArgentinierInnen und tauschen uns aus. Dann geht's an den Abstieg auf der anderen Seite, denn wir wollen noch  den Strand ansehen. Hier ist  viel vorbereitet für die Touristen; am Strand befinden sich Liegen und Sonnenschirme, ein Kinderspielplatz. Wir wünschen dem Ort viele Besucher im Sommer!

Kurz noch eingekauft,  "zu Hause" frisch machen, dann ein Restaurantbesuch. Auf dem Heimweg gehen wir durch die Fußgängerzone. Viele  Boutiquen offen, Bars und Cafés, eines  mit Live-Musik! Vielleicht gibt es zum Muttertag ein hübsches Kleid oder ein heißes Dessous? 

Die Tour für morgen ist geplant- heute kommen wir früh zum Schlafen!


diesen kaminroten Zylinderputzer kann man auch für die Ohren benutzen
(aufmerksame Blogleser kennen die Pflanze von unserer Marokkoreise 2024)


zur Kathedrale geht's einen steilen Weg hoch


San Bernardino da Siena (Foto oben und unten)



herrlicher Ausblick auf Amantea


Saint Mary of the Carmel



Eisdiele Gelato Sicoli



Weg hoch zur alten Burg- Künstler haben sich hier verewigt



Fisch als Kunstobjekt (siehe oben) bzw. Kaktus an/aus der Mauer (siehe unten)



... nur noch einige Stufen bis zur Burgkirche (oben und unten)



Blick von der Burgkirche auf das Städtchen Amantea

Samstag, 10. Mai 2025    7. Radltag

Mileto - Amantea:  83 km , 340 hm 

Übernachtung in der Unterkunft "Dimore Morelli"

Wetter: sonnig, 21 Grad, Westwind bis 15 km/h


Helmut hat sich die halbe Nacht um die Ohren geschlagen auf der Suche nach einer passenden Unterkunft für heute. Keine Kochgelegenheit, zu klein, wohin mit den Rädern, zu teuer, zu weit...
Auch am Morgen schauen wir noch einmal, und dann nehmen wir (Risiko!) doch das erste Angebot.
Die ersten Kilometer mit steilem Aufstieg gehen gut in die Beine, doch dann rollt es meist bergab. Wir brauchen gute Bremsen und können uns schwunghaft in die Kurven der Serpentinen legen. Schon bald. erreichen wir Pizzo, nicht berühmt für seine Pizza, sondern für das leckere Eis mit flüssigem Schokoladenkern: 
TARTUFO! Erfunden von Don Pippo 1930.
Das wollen wir uns nicht entgehen lassen, und Helmut bietet sich sofort als Tester an. Doch halt, da gibt es bestimmt noch etwas Tolles zu sehen, und das ist die ab dem 16. Jh in den Berg gegrabene Kirchengrotte "Piedigrotta" mit kirchlichen Figuren und Altar. Wir sind rechtzeitig vor der Mittagspause dort und schwer begeistert. Die Ausgestaltung der Räume mit den Figuren, Tropfsteingebilde, ein Teich mit Fischen - das ist wirklich einmalig! Direkt davor liegen Badebuchten - endlich kann es was werden! René steigt die 143 Stufen hoch und holt sein Badezeug, und dann rein ins Wasser, was bestimmt über 20 Grad  hat.
Danach geht's weiter in Richtung Amantea. An der Hauptstraße ist es wegen des dichten Verkehrs nervig, so nehmen wir oft Nebenstraßen. Eine ist als gesperrt angekündigt, doch  sehen wir mal selbst ... eine etwas baufällige Brücke führt über einen Fluss, aber über die Absperrhindernisse kommen wir doch rüber! Auf der anderen Seite empfängt uns eine Gruppe einheimischer Rennradler, die auch hinüber wollen. Lustig die rudimentäre Unterhaltung in gebrochenem italienisch, und wir wünschen gegenseitig viel Glück! 
Endlich erreichen wir unseren Zielort Amantea - eine knapp 14000 Einwohner große Stadt. Wir beziehen unsere gebuchte Unterkunft, die Räder können im Innengarten bleiben; die Wohnanlage ist stilvoll eingerichtet und gefällt uns sehr. Ein kurzer Einkauf, Abendessen auf der Terrasse, und dann nur noch relaxen!


Vibo Valentia: Rote Zwiebeln und Erdbeeren Verkauf


Vibo Valentia: Innenstadt mit krummen Bäumen
(erinnert Helmut an "Palo borracho" Bäume (besoffene Bäume) aus Argentinien)


Blick auf Pizzo (Richtung Süden)


Blick auf Pizzo (Richtung Norden)


Piedigrotta (Kirchenraum in einer Grotte bei Pizzo) - Foto oben und unten



Piedigrotta vom Strand betrachtet


Badesaison wird heute von René eröffnet


Pizzo: Helmut testet in der Gelateria Callipo das berühmte Tartufo Eis


dieser Bär hat zu tief in die Flasche geschaut


Nebenstrecke: Brücke gesperrt


René und Helmut riskieren die Brückenfahrt ...


... und wundern sich, dass plötzlich ein ganzer Schwarm Rennradler 
das Verbot der Überquerung ebenfalls ignoriert



Nebenstrecke: Flughafen Lamezia Terme im Hintergrund -
endlich eine verkehrsärmere Strasse


Castello Medioevale di Cleto und Gleitschirmflieger -
erweckt Erinnerungen an alte Zeiten bei Helmut

Freitag, 9. Mai 2025    6. Radltag

Mileto - Tropea - Mileto:  61 km , 1070 hm 

Übernachtung in der Unterkunft "Sonia e Alessia"

Wetter: teils regnerisch, ca 17/ 19 Grad



Nun haben wir auch noch von A. den Hinweis bekommen: Tropea unbedingt anschauen! Wir können in unserem B&B bleiben, 5 € weniger als bei Booking. Es sind 30 km dorthin, zwar einige Höhenmeter (pro Richtung 550 hm), aber als Tagesausflug gut zu schaffen. Wir treffen Petra und Jörg, auch unterwegs mit dem E-bike, rund um Sizilien bis zu ihrem Auto in Neapel. Kurz vor Tropea vermisst René einen Handschuh, hat ihn hinten auf den Gepäckträger gelegt, wie kann man das nicht bemerken ohne das Teil? Egal, Helmut fährt in den Ort und lässt es sich gut gehen bei Milchshake und Café Latte, René radelt zurück (toll die große Steigung!). Die Erinnerung kommt, und nach 5 km zurück ist der Handschuh wieder gefunden!

In Tropea finden wir schnell zueinander, auch unsere Radler vom Vormittag setzen sich zu uns zum Austausch! Es fängt an zu regnen, der Wind kommt böig auf. Renés Badepläne fallen schon wieder ins Wasser, denn es wird richtig kalt! Wir schauen uns den Ort an, sehr schön die Wallfahrtskirche oben auf dem Felsen mit vielen Stufen bergauf. Es gibt viele schön renovierte Häuser, einige in den steil abfallenden Fels zur Küste hin gebaut. Von oben hat man einen schönen Blick zum Meer.

Tropea ist ein Touristenort, ein Restaurant neben dem nächsten.  In der Saison muss hier richtiges Gedränge herrschen! Wir kehren noch einmal ein, aber der Regen bleibt. Dann eben im Regen "heim"! Bisher war die Regel: es regnet, Helmut zieht die Regensachen an, es hört auf zu regnen! Jetzt muss auch René umständlich Jacke, Hose und Gamaschen anziehen, und nun? Es hört auf zu regnen! Nach ein paar Kilometern kommt sogar die Sonne wieder hervor, und wir können uns "ausplünnen".       Fazit: Es war ein lohnender Ausflug! (für René + 10 km)



Heute treffen wir Petra und Jörg aus Berlin - 
sie möchten auch nach Neapel,
nehmen aber eine andere Route als wir


Castello Galuppi-Toraldo in Caria


... wie schön ist die große weite Welt !
(kurz vor Tropea auf einer Aussichtsplattform)


... und schwuppdiwupp sehen wir unsere Fernradler Petra & Jörg aus Berlin wieder


Blick auf Tropea (vom Berghang aus ca 500 m Höhe)


spätmittelalterliche Wallfahrtskirche Santa Maria dell Isola


Tropea: Blick auf die Altstadt


am Strand von Tropea


Küsse und Fahrräder (Werbung für Mietfahrräder)


FFB überall - gesehen auf dem Campingplatz in Tropea


Tropea: Kathedrale Maria Santissima di Romania


Fahrrad als Schmuckstück und Pflanzenablage


Tropea: Piazza Ercole 


Zentrum von Tropea: es fängt an zu regnen, die Steinplatten werden glatt, 
wir begegnen einer internationalen Studentengruppe


Abreise - zurück nach Mileto


ein Blick vom Berghang auf Stromboli


fast wieder "zu Hause"- Blick in der Abendsonne auf Mileto


Donnerstag, 8. Mai 2025    5. Radltag

Messina - Mileto:  80 km , 1110 hm (davon 6 km Fähre von Messina nach Villa San Giovanni)

Übernachtung in der Unterkunft "Sonia e Alessia"




Recherche im Netz: 120 min. vorher bei der Fähre sein, Preis ab 13 €.....unterschiedliche Infos, also: am Donnerstag früh aus den Federn., schnelles Frühstück, und dann ab zur Fähre!
Alles blinder Alarm, es kostet nur 3€/ Person und Rad, wir können gleich drauf, und wenig später sind wir auf der "langen" Reise von 20 Minuten nach Villa San Giovanni. An Bord kommen wir ins Gespräch mit älteren Indonesiern, die sich Italien ansehen.
Zwei recht große Anstiege warten auf uns, insgesamt 1600 Höhenmeter auf 90 km - das ist eindeutig zu viel! So lassen wir es auf uns zukommen. Wegen der schnellen Fährverbindung sind wir gut unterwegs, die Steigungen sind zwar lang, aber gut zu bewältigen. 
Der Blick geht immer wieder hinüber nach Sizilien. Die Straße ist an den Berg gebaut, die Bergflanke ist mit Draht gegen Steinschlag gesichert oder zugemauert. Diese Straße und auch die Autobahn  sind planerische Meisterleistungen! Sowohl nach unten gibt es schöne Ausblicke auf Küste und Ortschaften, faszinierend auch die oben in die Felsen gebauten Dörfer.
Leider gibt es auch hier viel mehr Häuser als Bedarf, was die vielen oft schon zerfallenen Ruinen erklärt. Auch richtige "Herrenhäuser" und "Paläste" sind dabei, viele haben schon verblichene "Vende = Verkauf" - Schilder, aber das Angebot ist  riesig, und viele Häuser sind nicht mehr zu retten. Wir vermuten, dass die Orte ausbluten, weil die Jungen wegen mangelnder Arbeitsplätze in den reichen Norden oder ins Ausland ziehen. Jammerschade!
Unser Komoot-Navigator gibt uns immer wieder den Vorschlag, die Nebenstraße durch ein Dorf zu nehmen. Meistens nehmen wir davon Abstand, wer weiß, welche Steigung uns dann erwartet. Als wir doch einmal die Nebenstraße nehmen, sehen wir in der Ferne Kräne eines Hafens, entlang der Strecke eine Industriebrache. Ein Latte Macchiato wäre jetzt schön, doch will keine Gelegenheit kommen.

Endlich kommen wir doch zu einer Pause, und jetzt können wir den restlichen Tag umplanen. Den Abstecher nach Tropea, eine empfohlene Stadt hoch an der Küste, streichen wir wegen des steilen Anstiegs. Ähnliche Orte werden wir bestimmt noch sehen! So haben wir den Ort Mileto mit moderatem Anstieg und nur noch 16 km Entfernung als Ziel. Unterkunft gebucht, und ein entspannter Abend beginnt.

 

wir erreichen die Fähre von Messina, 
die nur wenige Kilometer von unserer Unterkunft abfährt


nach ca 20 Minuten erreichen wir Villa San Giovanni auf Kalabrien


Ankunft in Villa San Giovanni


Blick von San Giovanni in Richtung Paci und Scanni


Scilla


Scanni (im Hintergrund das Schloß)


Bagnara Calabra


Palazzo Ducale Ruffo in Bagnara Calabra


vom Aussichtspunkt südlicher Blick auf Bagnara Calabra


Aussichtspunkt Schild: Der Blick auf "Küsse und Umarmungen"


Auf dem Festland Italiens begegnen wir häufiger Radfahrern-
hier überholen uns einige Rennradler


viele Olivenbaumhaine säumen unseren Weg


blühende Felsen-Aloe


das sehen wir auch das erste Mal in Italien: streunende Hunde auf der Suche nach Essen

Mittwoch, 7. Mai 2025    Ruhetag

Besichtigung von Messina 

Heute können wir richtig ausschlafen, wir haben ein getrenntes Besichtigungs-Programm vor. René packt auch seine Badesachen ein (einmal auf Sizilien baden!). 

Gemeinsam fahren wir zur Piazza Duomo mit der für ihr "Glockenspiel" berühmten Kathedrale:  Punkt 12 läuten die Glocken, die Piazza ist voller erwartungsfroher Menschen, die zum Turm aufblicken. Da, der Löwe ganz oben bewegt sich und stößt ein lautes Brüllen aus, begleitet vom Applaus der Menge.  Er brüllt noch 2x, und dann ist der Hahn darunter dran mit mehrerem herzhaftem Kikeriki! Nach einer Pause erklingt das schöne Ave Maria, die Friedenstaube fliegt, und die Figuren bewegen sich. Auf einer Ebene sind das Kind - Jüngling - Mann - Alter, auf einer zweiten die Apostel, Maria und Jesus. Diese werden je nach Jahreszeit bewegt. Dieser Besuch hat sich gelohnt, das Schauspiel ist einmalig und ist 1933 zum ersten Mal "aufgeführt" worden. Leider können wir den Dom nicht besichtigen, dafür steigen wir den Turm hoch . Auf den einzelnen Treppenabsätzen sind die Figuren und deren Hintergrund gut auch auf deutsch erklärt, und der Rundgang ganz oben öffnet den Blick über die Stadt.

An dem Welt - Wegweiser  (Berlin 1604 km) gucken wir, welche Städte wir schon besucht haben: Helmut fehlen noch drei, René noch sieben von über 20!  Wir sind auf der Suche nach antiken  Stätten, können sie aber nicht finden. Dann trennen sich unsere Wege, René auf der Suche nach einem Badestrand, Helmut anderweitig...

Leider wird das mit Baden nix, es gibt nur Hafen und dahinter mit Betonblöcken gesicherte Küste. René fährt zu einigen sehenswerten Gebäuden, Fontanas (Springbrunnen), Theater, Kirchen. Bedauerlich und ärgerlich, dass keine einzige Kirche offen ist, nur am Vormittag.  Das stand in keinem Reiseführer! René erfreut sich an den vielen schönen Gebäuden, in den Straßen der Altstadt reihen sich wunderschöne gut renovierte und vielseitige Wohngebäude mit hübschen Balkonen aneinander. René macht einen längeren Spaziergang durch die Straßen und genießt das "Flair" der Stadt, Helmut hat derweil eingekauft und bereitet am Abend ein leckeres Mahl.


Straßenschmuck in der Via Istria anläßlich unserer Ankunft :-)


Orion Brunnen neben dem Dom


Piazza Duomo: Internationaler Wegweiser ... einige Städte kennen wir noch nicht!


Dom von Messina: 
Basilica Cattedrale di Santa Maria Assunta


Eingangsportal des Domes (leider verschlossen)


Glockenturm mit astronomischer Uhr auf einer Seite


im Glockenturm:
Figuren mit biblischen Szenen


eine der vielen Glocken im Turm



Santuario Parrocchia S.Maria di Montalto


Tempio di Cristo Re


Palazzo Zanca


Blick auf den Hafen


Dienstag, 6. Mai 2025    4. Radltag

von Villafranca Tirrena an der Küste nach Messina:  40 km , 170 hm

2 Übernachtungen in der Unterkunft "Casa Stretto di Messina"



Von manchen Menschen fällt der Abschied besonders schwer! Von Rosy und Franco sind wir wie langjährige Freunde behandelt worden. Sie raten uns, über die äußerste Nordostspitze von Sizilien zu fahren. Dort ist die Meerenge nur 3 km breit, kurz vorher gibt es einen See (Pantano Piccolo), wo Cozze gezüchtet werden. Den Rat befolgen wir, zumal wir nur noch 40 km bis nach Messina zu unserer nächsten Unterkunft haben. Dort haben wir unseren ersten Ruhetag und wollen uns die Stadt anschauen. Am See machen wir eine Pause und schauen uns an, wie die Miesmuscheln  (Cozze) vom Boot aus "geerntet" werden. Gibt es einen Stand hier, wo wir eine kleine Portion vernaschen können? Wir fahren erstmal zur Inselspitze, wo ein riesiger Stahlturm  vis-a-vis zu dem gleichen auf dem Festland steht. Hinüber führten Stromleitungen, die mittlerweile wohl durch den Kanal verlegt sind. 
Leider gibt es keine Restaurants, wo wir Muscheln bekommen,  wir hatten schon aufgegeben, da gibt es doch noch die Gelegenheit. Sie sind total lecker! Mit Verspätung kommen wir dann in Messina in unserer Ferienwohnung an. Auf der Fahrt durch die Stadt sehen wir viele schöne Gebäude, aber dazu morgen...   



Abschied von den Gastgebern Rosy und Franco der Unterkunft B&B Tifeo


dieses Flussbett ohne Wasser kann sich nach einem kräftigen Regen 
schnell zu einem reißenden Gebirgsbach entwickeln ... !


Riserva Laguna di Capo Peloro (Nordostspitze von Sizilien)


überall im See sieht man Bojen mit Seilen 
(Miesmuschelzucht) 


Fischer beim Ernten der Muscheln


Blick von der sizilianischen Nordostspitze aufs italienische Festland
(... wo wir Donnerstag entlang radeln)


ausgedienter Strommast in Torre Faro


Blick aufs Dorf Ganzirri (oben und unten)



diese Meerenge zwischen Sizilien und dem italienischen Festland 
ist stark befahren von großen Schiffen


kleiner Kanal im Dorf Torre Faro


ein nettes Wiedersehen mit unseren Mitbewohnern der
Unterkunft B&B Tifeo (vor der Kirche parrocchiale "Madonna della Lettera")


See Pantano Grande und Ort Ganzirri


unser fürstliches Mahl mit vielen Miesmuscheln


unser heutiges Ziel:  Messina (noch 5 km Radweg)


Montag, 5. Mai 2025    3. Radltag

Capo d´Orlando - Villafranca Tirrena:  91 km , 1220 hm

Übernachtung in der Unterkunft "B&B Tifeo"

Sonniges Wetter, ca 23 Grad




Nach einem vielseitigen italienischen (süßen) Frühstück mit viel Kuchen und Hörnchen, reichlich Café Latte im Innenhof mit Blick auf den grünen Garten machen wir uns auf den Weg. Unser Programm Komoot zeigt uns Abstecher über Dörfer an der Küste, doch gleich der erste führt uns vor der Nationalstraße so steil bergauf, dass René schieben muss. 50 kg 100 m bergauf mit enormer Steigung...hinterher pumpt er wie ein Maikäfer!

Die Nationalstrasse SS113 ist zum Glück wenig befahren, und so überlegen wir bei jedem Abstecher, doch lieber oben zu bleiben. In einigen Orten fallen uns in einigen Straßenzügen die vielen verfallenen Häuser auf, teilweise richtige Ruinen. Andere "bestechen" durch DDR-Charme der 90ger mit bröckelnden Fassaden und blätternder Farbe. Wir nehmen an, dass die Bevölkerung überwiegend sehr arm ist und sich eine Renovierung nicht leisten kann. Doch gibt es auch teilweise in direkter Nachbarschaft richtige Prunkstücke und schön aufgearbeitete Fassaden. Wir sehen nur wenige Einzelhäuser, auch in den Dörfern leben die Menschen größtenteils in Mehrfamilienhäusern  oder auch großen Wohnblocks. Alle haben einen Balkon, und diese werden mit verschiedensten Blumen und Pflanzen geschmackvoll verschönert.

Der Reiz auf der Strecke besteht in der vielfarbigen Natur, wir erkennen wilden Spargel, wilde Möhren und... sieht aus wie ----Gurkenkraut? Helmut guckt in seine FloraApp, und es ist tatsächlich Borretsch! Wir haben noch nie so riesige Büsche mit Wandelröschen gesehen, blühenden Oleander und Hibiskus, Kapgeißblatt und viele andere, die wir nicht kennen. Überall gibt es Bäume mit reifen Orangen und besonders Zitronen. Ein Zitronenhain fasziniert durch den Kontrast der gelben Früchte mit dunkellila blühender Trichterwinde!

Die Fahrt ist wegen der vielen Steigungen sehr anstrengend, da entschädigt auch die lange Talfahrt kaum.  Ein älterer Jogger kommt uns entgegen, er gestikuliert und wir verstehen "chiuso  = geschlossen". Das wollen wir sehen, und wir fahren weiter bis die Nationalstraße tatsächlich vor einem Tunnel unüberwindbar gesperrt ist. Wir fragen an der Tankstelle, eine hilfsbereite junge Frau zeigt uns doch durchzufahren. Wir müssen dann mühsam über den Zaun, René lädt schon alles ab. Helmut fummelt an dem Vorhängeschloss herum, -ES IST OFFEN!  Wir fahren froh ein, ein monotones Hammergeräusch wird immer lauter. An der riesigen hydraulischen Bohrmaschine bedeutet uns ein Mann: gesperrt, zurück!! Doch  Helmut gibt nicht auf und argumentiert, denn die Alternative wäre der steile Berganstieg. Unsere Räder sind sooo schwer (50 kg), Akku ist fast leer, wir hätten direkt hinter dem Berg unser Appartement...wahrscheinlich hat Helmut dann von seiner Frau und den 6 hungernden Kindern erzählt, denn endlich durften wir doch durch. Ein großes Stück weiter kommt uns ein Auto entgegen, wir grüßen freundlich im Vorbeifahren, und 200 m weiter am anderen Ende der gesperrten Straße: ein großes Tor, verdammt, verschlossen! Über den Zaun können wir die Räder doch kaum heben! Da kommt der Autofahrer zurück, hat unsre Notlage erkannt und - die Erlösung - er schließt uns auf! Ja, so sind sie, die Italiener! Alle sind bisher freundlich und hilfsbereit! 

Auf Empfehlung von Antonella (Unterkunft Sunrise Gastgeberin) machen wir uns auf den steilen Aufstieg (Fahrt) zur Klosterkirche Basilika Santuario Maria hoch auf dem Berg, doch unser eigentliches Ziel ist das antike griechische Amphitheater Patti Tindary und andere  Überreste. Leider - wir haben's lange nicht mehr erlebt - am Montag haben (hatten) Museen weltweit GESCHLOSSEN! Ärger, aber wir sind nicht allein damit... Uns gelingt es einige Fotos über den Zaun zu "schießen".

Die weitere Strecke verläuft ohne Besonderheiten. Doch - halt! - kurz vor unserer gebuchten Unterkunft führt uns der Weg in die Pampa, Geröllwege und über einen Bach ohne Brücke und ersichtlichen Überweg (Komoot grüßt mit Überraschungen). Wat nu? Ein großer Junge auf dem Moped erklärt uns, hier müssten wir rüber, und wir finden eine halbwegs passierbare Stelle. Helmut kommt mit einem halben Nassfuß rüber, René zieht vorsichtshalber Schuhe und Socken aus.  Bald darauf erreichen wir unsere Unterkunft, wo wir gleich unsere Räder zum Garten durchschieben können und wir mit einem Café Latte und der häufigen Frucht "Loquat" (sieht aus wie große Aprikosen) und Maulbeeren aus Nachbars Garten super freundlich von Rosy und Franco empfangen werden!



Abschied von dem Küstenweg in Villafranca


... im steilen Anstieg zur Nationstrasse versagt die Motorunterstützung 



grandiose Ausblicke auf der Nationalstrasse


Christian R. (Nachbarfreund von Helmut) mit seinem Segelboot?


... nun hört der Spaß auf! Sperrgitter quer über die Nationalstrasse!
(deshalb war die Strasse so verkehrsarm :-))


Sesam öffne dich! Ein unverschlossenes Vorhängeschloss "gewährt" uns Zustritt 


was, das soll alles sein an Schäden?


langer Tunnel mit geparktem Auto am anderen Ende


... und siehe da, nun gehts richtig los mit Lärm und Staub!


diese Figur bekommt von unserer Aufregung nichts mit!
(Strand bei der Stadt Patti)


Ist Kronen-Süßklee eine Delikatesse für diese Kuh?


Klosterkirche Basilika Santuario Maria



die dunkelhäutige Mutter Maria mit Jesus und der Beschriftung:
"Nigra Sum Sed Formosa" (Google Übersetzer: ich bin schwarz, aber wohlgeformt)


Überreste des griechischen Amphitheaters Patti Tindary 


wir verlassen die unter Naturschutz stehende Region: Blick zurück auf die Basilika


unser gebirgiger Abstecher zur Basilika mit benachbarter antiker Stätte 
Teatro Greco di Tindari 


tolle Aussicht auf den Strand von Oliveri



... davon gibts ein Video (nicht im Blog) mit René bei der 
Durchquerung des "reißenden" Gebirgsbaches


Sonntag, 4. Mai 2025    2. Radltag

Piane Vecchio - Cefalù - Capo d´Orlando:  84,5 km , 630 hm

Übernachtung in der Unterkunft "AL 136" (Booking Name)



unsere heutige Tour

So eine tolle Unterkunft! Antonella erfüllt uns jeden (Frühstücks-)wunsch! Sie gibt uns ein paar Tipps mit auf die Reise. In Cefalù wollen wir nur den Dom ansehen, doch da treffen wir Eckart aus Stuttgart, der schon ein paar Jahre hier lebt. Er ist Berufspianist, und mit Helmut kann er sich gut austauschen über Tunesien und Flüchtlingshilfe.
René geht derweil in den Dom. Genau zur richtigen Zeit, denn ein Chor begleitet den Gottesdienst. Normalerweise störe ich dabei nicht, aber es sind viele Zuhörer dort, und es ist sehr schön. 
Dann gibt es noch einen Latte macchiato, und nun aber los - erst 11 km geschafft!
Wir fahren viel auf der gut ausgebauten Nationalstraße SS113, oft gibt es einen Streifen abgegrenzt für Fahrräder, so dass wir uns sehr sicher fühlen. Wie gestern geht es lange bergauf. Wir nehmen einen empfohlenen Umweg über ein kleines Dorf (Sant Ámbrogio) auf dem Berg, und jetzt...ist das Regen? Es fallen einige Tropfen, Helmut zieht die Regenjacke an, da hört es schon wieder auf, und dann wieder... wir kommen aber trocken voran, doch die Dorfstraße mit viel altem Kopfsteinpflaster und starkem Gefälle ist nass, und so schieben wir streckenweise bergab. 
Wir erfreuen uns an der bunten Vegetation, dem leider sehr diesigen Blick über das Meer und die Berge.
An mehreren Stellen gab es Erdrutsche bis auf die Straße. Große Brücken überspannen die Täler, über eine können wir radeln. Wir passieren mehrere Flussbetten, überall nur ein kleines Rinnsal. Das müssen wir nochmal erfragen, ob das normal ist für diese Jahreszeit, oder das Klima...
In Cap d' Orlando haben wir unsere Unterkunft erreicht. So sollte es immer  sein: wir können unsere Räder durch das Gebäude in den Innenhof fahren und dort lassen!
René macht noch einen Spaziergang an der Strandstraße und erkundet das Meerwasser, aber zum Baden ist es jetzt zu spät und zu kühl.



Cefalù - sehr touristisch, aber unglaublich schön


Cefalù aus der Vogelperspektive (Postkarte)


Nette Bekanntschaft mit Eckhart, einem Stuttgarter, der in der Nähe von Cefalù lebt


Souvenir, Souvenir (hier habe ich einige Postkarten gekauft)


Blick durch eine kleine Gasse aufs Meer


Blick auf die Süßigkeiten


Dom und René (... und viele andere Touris im Straßencafé)


Ortsausgang von Cefalù mit Yachthafen


 Altstadt von Sant´Ambrogio: steile Wege schieben wir lieber!
(Foto oben und unten)



Blick auf Torremuzza (die Nationstrasse ist heute am Sonntag sehr verkehrsarm)


Torremuzza ist ein Zentrum der Keramikherstellung  (Foto oben und unten)



Latte Macchiato Pause in Marina di Caronia


wir lassen die Räder lieber oben, das spart das Hochschieben


wir nähern uns Capo d´Orlando auf einem sehr guten Radweg


Samstag, 3. Mai 2025    1. Radltag

Palermo - Piane Vecchio:  75 km , 390 hm

Übernachtung in der Unterkunft "Sunrise" (mit Küche)
Sonniges Wetter, max 26 Grad


unsere heutige Tour


Frisches Pane  vom Bäcker, dann frühstücken wir in Ruhe, packen die Sachen und kommen- na ja, nicht um halb 10, aber um 10:15 Uhr los. Hatten eine Übernachtung auf dem Campingplatz geplant kurz vor Cefalù, da dort die Unterkünfte am Wochenende sehr teuer sind. Früh am Morgen findet Helmut  (der Fuchs) aber doch ein Zimmer ca. 10 km vor dem Ort Cefalû. 
Die Fahrt  durch Palermo erfordert unsere volle Aufmerksamkeit, wer wartet, hat verloren! Doch lässt uns ein Auto immer wieder rein. Es sind einige Kilometer, raus aus der Stadt durch den "Magerspeckgürtel". Hier zeigt sich ziemlich große Armut, und - wie in unsren sozial schwachen Stadtvierteln- ist es reichlich vermüllt. Wir müssen aufpassen, dass wir die vielen Glasscherben umfahren, zum Glück gibt es keine Reifenpanne. 
Weiter draußen kommen wir durch hübsche Ortschaften, sie sind häufig vom Tourismus geprägt.  Die Küste begleitet uns auf vielen Kilometern. Hier und da sehen wir sonnenhungrige Badegäste. Bei einer Pause testen wir das Meerwasser, gefühlte 20 Grad! Entgegen unserer Erwartung sind die Steigungen oft lang, aber gut zu bewältigen! Bergab scheint es steiler zu sein, und wir müssen uns bremsen! .-)
Wir hätten nicht gedacht, die Bäume hängen voller reifer Zitronen, Aprikosen und Orangen! Die Böschung am Straßenrand ist vielfarbig getupft von herrlich blühenden wilden Blumen, rosa und weiß, gelb und orange, blau und lila. In den Orten blühende Hibiscushecken, Bogainvillea, Kapgeißblatt! Hier ist der Sommer in vollem Gange!  
Weiter führt uns die Straße  einige Kilometer durch ein großes Industriegebiet. Wir wollten eigentlich eine Esspause auf einer Sitzgelegenheit machen, daraus wird nichts. Zwischen den Industriegebäuden sind immer wieder halb verfallene Anlagen. Welche Geschichte  mögen diese Gebäude wohl haben?

Piane Veccie kommt immer näher,  nur noch 6 km, endlich können wir eine Picknickpause machen direkt am Strand. hier wird alles aufgehübscht für die kommenden Sommergäste!
Gegen Ende tun wir uns schwer, die neue Unterkunft zu finden, aber endlich...ein ganz tolles Haus, super gepflegt und geschmackvoll eingerichtet. Ein wenig "kaputt" sind wir schon, wir müssen noch einkaufen, weil wir keine Lust  auf ein Restaurant haben. Dann reicht eine Dusche und das Bad im Meer wird auf morgen verschoben!




in Palermo herrscht hohe Verkehrsdichte :-) Gemüse/ Obstverkäufer findet man in der 2. Reihe


 Ort Lungomare Aspra: Blick zurück auf Palermo 


Lungomare Astra: Tyrrhenische Küste mit Blick auf Palermo (im Hintergrund)


wir können uns nicht sattsehen an der schönen Landschaft: Capo Zafferano


Pause am Kiesstrand bei Fondachello


Blick auf eine normannische Ruinenburg (Torre Normanna)


von Torre Normanne  Blick auf Lido Cala dei Normanni


 Ort Termini Imerese: wir haben gelernt und schieben die Räder die steile Gasse abwärts


breite verkehrsarme Strasse bei Contrada Calcasacco


Raffinerie nahe der Ortschaft Termini Imerese 
(es kann ja nicht immer schöne Landschaft geben :-))


blühende eibischblättrige Winde am Straßenrand


Brotzeitpause am Strand nahe Campofelice di Roccella 


Freitag, 2. Mai 2025

Besichtigung von Palermo :  5 km mit den Rädern , 8 km Spaziergang  
2 Übernachtungen in der Unterkunft "La Cubba" (mit Küche)
Sonniges Wetter, max 25 Grad

Den ersten Tag haben wir für Palermo reserviert! Die Stadt ist sooo geschichtsträchtig, was sich in den alten Bauwerken niederschlägt. Von den vielen größeren und kleineren Kirchen stechen besonders die Kathedrale Maria Santissima Assunta und der Dom von Monreale hervor. Bei der Kathedrale kann man für verschiedene Abteilungen Tickets buchen, wir entscheiden uns zusätzlich zur sehr schönen Kathedrale für die Gräber der Normannenkönige Friedrich II, der Stauferkaiser, seine Mutter Konstanze und zwei weitere Gräber. Na ja, das hätten wir uns sparen können, zwei steinerne Särge,  die anderen sind gesperrt. 
Gewaltig der Palazzo dei Normanni, im 9. Jhdt. von muslimischen Emiren erbaut, später zum Königspalast umgebaut. Es ist ein riesiges Gebäude, heute Sitz des Parlaments. 
Besonders gefallen haben uns die engen Straßen mit den schmiedeeisernen Balkonen, oft mit Blumen geschmückt. Es gibt mehrere Parks, unterschiedlich gestaltet. Gestaunt haben wir über die riesigen vielstämmigen Feigenbäume im Park Giardina Garibaldi. 
Die Stadt wimmelt von Touristen - es sind zwei Kreuzfahrtschiffe im Hafen und überall sieht man die geführten MSC - Gruppen.
Morgen geht es dann zum ersten Mal auf die Räder...!


belebte Altstadtgasse


Palazzo Reale Capella Palatina mit Brunnen


Kathedrale Maria Santissima Assunta



wir lieben die engen Gassen von Palermo



Quattro Canti Platz


Hut mit Pferd an der Kutsche


Park Giardina Garibaldi mit riesigen Feigenbäumen


Teatro Massimo


Blick vom Teatro Massimo auf den Vorplatz


Liebe FreundInnen und Interessierte - nun geht es los mit unserem Blog. 

Helmut ist ja schon seit dem 12. April mit Christiane in Italien. Über Verona, Bologna und Cesenatico gelangen die beiden an den Zielort Riccione, wo Christiane ein Rennradtraining vom 21.bis 29. April mitmacht. Helmut darf sich diesen geführten Gruppen mit seinem S-Pedelec anschließen.

René fährt am 28. April früh mit dem Rad zum Hauptbahnhof  HH (das Rad darf morgens nicht mit der U-Bahn mit)  und ist lange vor der Abfahrt dort. Auf der Anzeige dann "es werden keine Fahrräder mitgenommen". Doch im Reisezentrum die Entwarnung : Der Zug fällt aus, es gibt  einen (kürzeren) -Ersatzzug OHNE Fahrradabteil, doch Ihre 4 Räder (wir haben uns als in diesem Zug reisende RadfahrerIn bekannt gemacht ) kommen mit. Dejavú , wie letztes Jahr!!! Die Räder bekommen jeweils ein eigenes Abteil!  René übernachtet in Fürstenfeldbruck im Haus von Christiane und Helmut. 

Am 29. April geht es für René los ab München mit Verspätung von 50 Minuten, um Mitternacht ist er dann endlich in Bologna.  Erleichtert fallen sich Helmut und René in die Arme, froh, dass bis hierhin alles geklappt hat! 

 Am nächsten Tag kommen René und Helmut von Bologna bis Rom mit Umstieg in Falconara Marittima (bei Ancona). In der Hauptstadt Italiens wird übernachtet - sightseeing wird auf die Rückfahrt verschoben. Ganz früh geht am 1. Mai schon der Zug ab Rom über Neapel nach Palermo. Gespannt verfolgen wir 8 Stunden später, wie der Zug geteilt wird und beide Hälften auf die Fähre nach Messina geschoben werden. 

Juhu, knapp 12  Stunden Zugfahrt von Rom nach Palermo -  ab hier soll es endlich mit den Rädern losgehen (kleiner Trost: Goethe hat bei seinem Besuch auf Sizilien einen Tick länger gebraucht!)



diesen Radtransport lieben die Radler (Zug Bologna-Falconara)


Falconara - Rom Radabteil


Vitaminbombe im Zug


Hauptbahnhof in Rom


Fahrstuhl aus dem Jahr 1950 - leider zu klein für unsere Räder


Zug von Rom nach Palermo


diese Aufhängung ist platzsparend, aber umständlich für schwere Räder


auf der Fähre nach Sizilien


Sizilien in Sicht



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